Freitag, 11. September 2020

Infektionsherd in Südtiroler Fleischbetrieb

Wie der Südtiroler Sanitätsbetrieb am Freitagabend mitteilt ist ein fleischverarbeitender Betrieb von Corona-Infektionen betroffen.

In einem Betrieb in Klausen  ist es zum Corona-Ausbruch gekommen.
Badge Local
In einem Betrieb in Klausen ist es zum Corona-Ausbruch gekommen. - Foto: © shutterstock
In der Wurstfabrik „Grandi Salumifici Italiani“ in Klausen wurden 11 Infektionen festgestellt. 33 enge Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne, weitere 26 werden engmaschig überwacht.

Betroffen ist nur eine Sektion des Betriebes, jene der Wurstwaren, die nun entsprechend den Vorgaben des Hygienedienstes gereinigt und desinfiziert wird.

Kontrolle des Infektionsgeschehens


Wie der zuständige Gesundheitslandesrat Thomas Widmann betont, habe die gute Organisation und Vorbereitung der zuständigen Stellen im Sanitätsbetrieb ein rasches Eingreifen und somit eine unmittelbare Eingrenzung und Kontrolle des Infektionsgeschehens ermöglicht.

Die Tatsache, dass ein Großteil der Betriebe in Südtirol kleinstrukturiert ist, habe zudem den Vorteil, dass die Größe eventueller Cluster relativ überschaubar bleiben dürfte, so der Landesrat.

„Infektionskette unterbrochen“

Auch der Betriebsinhaber begrüßt das rasche Eingreifen der zuständigen Stellen: „Die Infektionskette rasch unterbrochen zu haben bedeutet, dass unser Betrieb bis auf die eine Sektion weiterarbeiten kann. Der rasche Eingriff der Behörden war in diesem Sinne extrem hilfreich“.

Laut Auskunft des geschäftsführenden Direktors des Bereichs Lebensmittel und Hygiene im Tierärztlichen Dienst Agostino Carli geht von den Fleischprodukten keine Gefahr für die Käufer oder Konsumenten aus - weder direkt noch indirekt. Sie spielen in epidemiologischer Hinsicht keine Rolle.

Auch in Mezzocorona musste ein Fleischbetrieb wegen mehrerer Corona-Infektionen schließen.

stol/lpa/sabes

Schlagwörter: