Freitag, 26. Juli 2024

Kind nach Käseverzehr in Koma – Eine Million Euro Schadenersatz

Seit nunmehr 7 Jahren liegt Mattia (11) im Koma. Der Grund: Nach dem Verzehr von Frischkäse aus Rohmilch, der aus einer Käserei im Val di Non stammte, erkrankte der damals 4-Jährige und erhielt die Diagnose „hämolytisch-urämisches Syndrom“ (HUS). Seitdem befindet er sich in einem vegetativen Zustand. Nun gab es einen ersten Erfolg für die Familie vor Gericht: Ihnen wurde eine Million Euro Schadenersatz zugestanden.

Das Urteil gegen den Präsident der Käserei und den Käser wurde in zweiter Instanz bestätigt. - Foto: © shutterstock

Das HUS soll von der Präsenz von E.coli-Bakterien (Escherichia coli) im Käse, den der damals 4-Jährige gegessen hatte, ausgelöst worden sein. Das Produkt stammte aus einer Käserei am Trentiner Nonsberg. Im Rahmen eines Strafverfahrens wurden der Präsident der Käserei sowie der Käser wegen schwerer Körperverletzung verurteilt. Die Entschädigungsfrage sollte in der Folge in einem Zivilverfahren geklärt werden.

Nun wurde das Urteil gegen den Präsident der Käserei und den Käser in zweiter Instanz bestätigt – und auch das Zivilgericht traf eine Entscheidung: Insgesamt rund eine Million Euro Schadenersatz muss demnach der Familie ausbezahlt werden. Davon sind etwa 600.000 Euro für den Jungen, der seit 7 Jahren im vegetativen Zustand ist, und jeweils 200.000 Euro für Mutter und Vater.

stol

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