Bei vielen Eltern herrscht in Sachen Impfung aber nach wie vor Unsicherheit. Dabei seien weder hierzulande noch von anderswo schwere Nebenwirkungen bekannt, so Kinderarzt Dr. Alfons Haller. Er plädiert klar fürs Impfen sowie für eine sofortige und vollständige Öffnung.<BR /><BR />Die Impfkampagne bei den Jüngsten im Land schreitet voran. So sind von den 34.444 der 12- bis 17-Jährigen im Land bereits 27.686 (80 Prozent) mindestens einmal gegen Corona geimpft. Bei den Jüngeren liegt die Durchimpfungsrate mit knapp 17 Prozent zwar noch deutlich darunter. Für sie wurde die Coronaschutzimpfung allerdings auch erst seit dem 16. Dezember freigegeben. <BR /><BR />Seitdem impft Kinderarzt Dr. Alfons Haller in seiner Praxis seine kleinen Patienten. „50 bis 60 pro Woche“, sagt er. Letzthin sei die Nachfrage derart groß gewesen, dass er auch den Samstag als zusätzlichen Impftermin eingeschoben habe. „Schwere Nebenwirkungen, so wie in den USA bei über 5 Millionen geimpften Kindern, gab es bislang keine“, sagt der Kinderarzt.<BR /><BR />Dennoch zweifeln nach wie vor viele Eltern, ob sie ihr Kind impfen lassen sollen. „Die häufigsten Bedenken sind, dass das Immunsystem der Kinder noch nicht reif genug für die Impfung ist“, weiß Dr. Haller. Eine absolute Fehlmeinung, funktioniere das Immunsystem von Kindern doch weit besser als jenes von Erwachsenen oder gar älterer Menschen. Ein klares Zeichen dafür sei, dass Kinder nur ein Drittel der Erwachsenen-Dosis erhalten. „Das hat nichts mit Größe und Gewicht zu tun, sondern dass das Immunsystem der Kinder einfach besser funktioniert“, erklärt der Kinderarzt.<BR /><BR />Dass sich derzeit gerade auch viele Kinder infizieren, stehe deren Impfung nicht im Wege. „Ist ein Kind bei der Impfung bereits infiziert, wird es eben von innen und von außen geboostert“, so Dr. Haller. „Das macht überhaupt nichts aus.“ <BR /><BR />Er plädiert in jedem Fall für die Impfung, denn „deren Nebenwirkungen sind bekannt, jene einer Erkrankung an Covid19 nicht“. Und wer geimpft sei, der habe bei einer Infektion bereits Abwehrkräfte. Denn auch alle Geimpften kämen in Kontakt mit dem Virus, ist er überzeugt. Nur habe man dann eben einen Schutz gegen schwere Erkrankungen. Eines ist für ihn klar: „Wer sich bis jetzt nicht hat impfen lassen, muss selbst das Risiko tragen“, sagt er und plädiert für eine vollständige Öffnung, „bevor sich alle die Köpfe einschlagen. Durchs Impfangebot ist das moralisch durchaus vertretbar.“