Dienstag, 28. Juli 2020

Kindergarten Saliëta am Europäischen Projekt PLANE beteiligt

Die Sprachentwicklung im Kindergarten zu verbessern, ist das Ziel des EU-Projekts PLANE. Der dreisprachige Kindergarten Salieta in St. Ulrich ist Partner des Projekts.

Landesrat Daniel Alfreider, die Ladinische Schulamtsleiterin Edith Ploner und die ladinische Kindergartendirektorin Hannelore Insam beim Besuch im Kindergarten "Salieta" in St. Ulrich 2018.
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Landesrat Daniel Alfreider, die Ladinische Schulamtsleiterin Edith Ploner und die ladinische Kindergartendirektorin Hannelore Insam beim Besuch im Kindergarten "Salieta" in St. Ulrich 2018. - Foto: © LPA/Roman Clara
Am Projekt „PLANE – Developing Language in pre-schools“, das 2 Jahre (Herbst 2020 – August 2022) dauert, beteiligen sich 4 Kindergärten aus den 3 europäischen Ländern Italien, Kroatien und Schweden. In Südtirol ist der Kindergarten Salieta (Vergissmeinnicht) in St. Ulrich Projektpartner von PLANE, das über das europäische Förderprogramm Erasmus/KA2 finanziert wird.

Sprachentwicklung fördern


Ziel dieses Projektes ist es, die Qualität des Lernens in italienischen, ladinischen, schwedischen und kroatischen Kindergärten bei der Sprachentwicklung zu verbessern, wobei ein Schwerpunkt auf digitalem Lernen und Storytelling liegt.

Um dies zu erreichen sind 3 Schulungsseminare für die Teilnehmenden in Italien, Kroatien und Schweden sowie 3 Koordinierungssitzungen zur Organisation und Planung der Maßnahmen vorgesehen.

Sprachenlernen und Sprachlehren verbessern

Für den ladinischen Bildungs- und Kulturlandesrat Daniel Alfreider ist dieses Projekt von großer Bedeutung, denn es analysiert zwei wichtige Aspekte moderner Didaktik in einem internationalen Kontext, und zwar die Mehrsprachigkeit und die Digitalisierung. „Sprachkompetenzen sind Schlüsselkompetenzen in der Welt der Arbeit und Wirtschaft, aber auch für soziale Kontakte und Verständigung allgemein und somit wichtig für das lebenslange Lernen“, sagt Alfreider.

Die ladinische Bildungslandschaft ist laut Landesrat ständig bemüht, die Kompetenzen des Sprachenlernens sowie des Sprachenlehrens zu verbessern und fördert deshalb auch den ständigen Austausch mit anderen Ländern in Europa.

Neue Impulse und Perspektiven

„Die Entwicklung und Verbesserung der mehrsprachigen Kompetenz auf jeder Bildungsstufe stellt einen Schwerpunkt im ladinischen Bildungssystem dar, an dem es gilt, umfassend und vergleichend zu arbeiten“, sagt die ladinische Bildungsdirektorin Edith Ploner.

Die Möglichkeit eines Austauschs zwischen schwedischen, kroatischen, italienischen und ladinischen Kindergärten öffne Perspektiven für die pädagogischen Fachkräfte und gebe neue Impulse für die Reflexion des eigenen Sprachen-Ansatzes, so die Bildungsdirektorin.

Erarbeitet und ermöglicht wird das Projekt durch den Beitrag des Netzwerks SERN „Schweden Emilia-Romagna Network“. SERN ist ein bilaterales Netzwerk, das lokale und regionale Gebietskörperschaften in Italien und Schweden dabei unterstützt, Projekte auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene auszuarbeiten und zu verwalten.

lpa

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