Dienstag, 19. Januar 2021

Kompatscher: „Wir müssen tagtäglich genau hinschauen“

Es gelte, die täglichen Corona-Zahlen genauestens zu beobachten, wie Landeshauptmann Arno Kompatscher am Dienstag betont hat. Sollten etwa immer mehr Menschen intensivmedizinische Betreuung benötigen, müsse man über weitere Einschränkungen nachdenken.

Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der virtuellen Pressekonferenz.
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Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der virtuellen Pressekonferenz. - Foto: © screenshot/lpa
Am Dienstag fand die wöchentliche Sitzung der Landesregierung statt. Unter anderem habe man sich dabei auch mit dem Thema Coronavirus beschäftigt. Die Einstufung als rote Zone habe man wie berichtet nicht als gerechtfertigt betrachtet und daher nun interveniert, wie Kompatscher auf einer virtuellen Pressekonferenz betonte. Unter anderem habe die Landesregierung jede Menge Daten des Südtiroler Sanitätsbetriebes an Rom übermittelt.

Inzwischen haben auch erste Gespräche stattgefunden. Am Montag habe es unter anderem eine Videokonferenz zwischen italienischen Gesundheits-Experten und Fachleuten aus Südtirol gegeben. Wie Gesundheitslandesrat Thomas Widmann berichtete, sei dies ein konstruktives Gespräch gewesen. Es gelte, die Besonderheiten in Südtirol zu berücksichtigen.

Die Lage sei international weiter angespannt. „Das geht auch nicht an Südtirol vorbei“, so Kompatscher. Vor allem die neue Virus-Mutation bereite Sorge.

Viele Faktoren blieben stabil

In Südtirol seien aber viele Faktoren stabil geblieben. Jedoch sei zuletzt die Zahl der Intensivpatienten etwas gestiegen. Die Auslastung der Intensivbetten sei neben dem RT-Wert und dem Anteil der positiv Getesteten an den Gesamttestungen besonders wichtig.

Zwar habe sich diese Zahl der Intensivpatienten am Dienstag im Vergleich zum Montag nicht erhöht und blieb auf 30 ( hier gibt es die heutigen Zahlen im Überblick), jedoch sei zuletzt ein leicht ansteigender Trend zu erkennen gewesen. „Sollte sich dieser Trend in den nächsten Tagen fortsetzen, so müssen wir die bereits angekündigten restriktiveren Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung setzen“, sagte Landeshauptmann Kompatscher.

Der Sanitätsbetrieb sei wachsam und informiere über die Entwicklungen. Gemeinsam werde man -falls nötig - die notwendigen Maßnahmen vorbereiten und treffen und entsprechend darüber informieren. „Wir müssen tagtäglich genau hinschauen“, so der Landeshauptmann.

am/lpa

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