Dienstag, 30. März 2021

Carlo Willeit im Alter von 78 Jahren gestorben

Am gestrigen Montagabend ist der langjährige Landtags- und Regionalratsabgeordnete Carlo Willeit im Alter von 78 Jahren gestorben.

Carlo Willeit ist am Montag 78-jährig gestorben.
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Carlo Willeit ist am Montag 78-jährig gestorben. - Foto: © LPA/Archiv Micurá de Rü
Dem aus Enneberg gebürtigen ladinischen Politiker waren die Rechte der ladinischen Sprachgruppe in Südtirol und im Trentino ein Herzensanliegen.

Willeit war einer der Gründer der „Comunanza Ladina a Bulsan“ und von 1983 bis 1986 Präsident der „Union Generela di Ladins dla Dolomites“.

2017 wurde er zum Ehrenpräsidenten der „Union Generela“ ernannt. Willeit war von 1993 bis 2003 Mitglied des Südtiroler Landtags sowie des Regionalrates.

Großer Einsatz für Rechter der Dolomitenladiner

Der ladinische Landeshauptmannstellvertreter Daniel Alfreider erinnert an den Politiker, der ein wichtiger Wegweiser für viele ladinische Belange gewesen sei.

Landesrat Daniel Alfreider würdigte am Dienstag den ladinischen Politiker für seine Verdienste für die ladinische Sprachgruppe und für seinen Beitrag zur Unterstützung der ladinischen Kultur.

„Carlo Willeit hat sich stets für die Rechte der Dolomitenladiner auf allen Ebenen eingesetzt. Er hat sich für einen besseren Schutz und eine stärkere Vertretung der Ladiner in den öffentlichen Verwaltungen und in den politischen Organen eingesetzt und hat mehrere kulturelle Initiativen gestartet, wie zum Beispiel das Musikfestival 'Cianta cun nos'“, so Alfreider.

Auch Landtagspräsident Josef Noggler erinnerte an das Wirken im Landtag und im Regionalrat, denen Willeit von 1993 bis 2003 angehörte.

„Willeit hielt seine Antrittsrede 1993 auf Ladinisch, was von der Geschäftsordnung nicht vorgesehen war, und er wies auch auf ein weiteres Manko hin: Ein Ladiner konnte nicht Präsident oder Vizepräsident des Landtags werden. Auch dank seines stetigen Einsatzes wurden die Regeln geändert, und Willeit wurde 2001 der erste ladinische Vizepräsident des Landtags und dann des Regionalrats. Damit hat er den Weg für andere geöffnet und seiner Sprachgruppe ihr politisches Recht gesichert.“

lpa

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