Donnerstag, 29. April 2021

Margreid: Aus Apfelanlage wird wertvolles Feuchtgebiet

Neben dem Bahngraben in Margreid verwirklichen das Landesamt für Natur und das Forstinspektorat Bozen I ein Renaturierungsprojekt.

Ziel dieses Renaturierungsprojektes neben dem Bahngraben beim Zugbahnhof Margreid ist die Förderung von Lebensräumen, die heute im Talboden nur mehr vereinzelt vorkommen.
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Ziel dieses Renaturierungsprojektes neben dem Bahngraben beim Zugbahnhof Margreid ist die Förderung von Lebensräumen, die heute im Talboden nur mehr vereinzelt vorkommen. - Foto: © LPA/Amt für Natur, Maria Luise Kiem
Ziel dieses Renaturierungsprojektes neben dem Bahngraben beim Zugbahnhof Margreid ist die Förderung von Lebensräumen, die heute im Talboden nicht mehr oder nur vereinzelt vorkommen. Eine Wasserfläche ist Lebensraum für Lurche und Libellen. Auf den Flächen um den Teich soll eine artenreiche Blumenwiese entstehen.

Wasserfläche mit Strukturelementen

Eine ehemalige Obstwiese unmittelbar neben dem Bahngraben beim Bahnhof Margreid wurde von der Stiftung Landschaft Südtirol angekauft, um ein Renaturierungsprojekt verwirklichen zu können. Das Gelände wurde abgesenkt und Wasserfläche geschaffen, die vom Grundwasser gespeist wird, Strukturelemente wie Baumstämme und Astmaterial wurden im Weiher eingebracht. Die von der Stiftung Landschaft Südtirol zur Verfügung gestellte Fläche wird als Biotop unter Schutz gestellt, das Verfahren dafür läuft.

Das Forstinspektorat Bozen I unter der Bauleitung von Amtsdirektor Rainer Ploner übernimmt die Arbeiten. Die Baggerarbeiten sind gerade abgeschlossen. Nun werden noch eine Hecke als Abgrenzung zur Straße gepflanzt und Samen einer artenreichen Blumenwiese ausgebracht. Die Ufer des Weihers überlässt man einer natürlichen Entwicklung, bald werden die ersten Frösche das Wasser aufsuchen.

Konkreter Beitrag zur Erhöhung der Biodiversität


Die Landesrätin für Raumentwicklung, Landschaft und Denkmalpflege Maria Hochgruber Kuenzer freut sich über diesen konkreten Beitrag zu Erhöhung der Biodiversität: „Besonders in der intensiv genutzten Talsohle müssen ausreichend Trittsteinbiotope und Vernetzungselemente vorhanden sein. Dieses Projekt trägt dazu bei, Lebensräume für gefährdete Tier- und Pflanzenarten zu schaffen.“

Projektkoordinatorin Maria Luise Kiem vom Landesamt für Natur hebt hervor, dass es im intensiven Obstbaugebiet nicht leicht sei, Flächen für die Renaturierung zu finden. In diesem Fall hat dies die Stiftung Landschaft ermöglicht.

Das Landesamt für Natur hat die Finanzierung über das Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum zur Aufwertung der biologischen Vielfalt von Arten und Lebensräumen sichergestellt.

lpa

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