Mittwoch, 02. Oktober 2019

Missbrauch in der Kirche: „Aufdecken und Aufarbeiten“

Am kommenden 22. Oktober 2019 steht der Umgang mit sexuellem Missbrauch in der Kirche im Fokus einer Tagung im Bozner Pastoralzentrum.

„Aufdecken und Aufarbeiten“: Tagung zum Thema Missbrauch und Prävention in der Kirche
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„Aufdecken und Aufarbeiten“: Tagung zum Thema Missbrauch und Prävention in der Kirche - Foto: © d

Bei der hochkarätig besetzten Veranstaltung der diözesanen Fachstelle für die Prävention sprechen u.a. Waltraud Klasnic und Anna Deodato. Bischof Ivo Muser geht in einer Gesprächsrunde mit den Vortragenden auf die konkrete Situation in der Diözese Bozen-Brixen ein. Interessierte können sich noch bis 15. Oktober anmelden.

Die Diözese Bozen-Brixen setzt sich offen und ernsthaft mit dem Thema Missbrauch auseinander. Sie will den betroffenen Menschen gerecht werden und alles daran setzen, um den Minderjährigen deren Wohl und Schutz zu gewährleisten. Dazu hat sie die Fachstelle für die Prävention und den Schutz von Minderjährigen vor sexuellem Missbrauch und anderen Formen von Gewalt sowie eine unabhängige Ombudsstelle für die Personen, die einen Missbrauch durch Priester und Ordensleute erlitten haben, eingerichtet.

Die Fachstelle fördert und unterstützt die Präventionsmaßnahmen in der Diözese und darüber hinaus, indem sie entsprechende Angebote organisiert und Materialien zur Verfügung stellt. Am kommenden 22. Oktober organisiert die Fachstelle wieder eine Expertentagung im Bozner Pastoralzentrum.

Unter dem Titel „Aufdecken und Aufarbeiten“, geht es in den vier Fachreferaten um den Prozess vom Verschweigen hin zu einem verantwortlichen Umgang mit sexuellem Missbrauch in der Kirche. „Die diesjährige Tagung will durch den Einblick in Erfahrungen aus dem Ausland und durch die neuen Leitlinien der italienischen Bischofskonferenz die Verantwortung im Umgang mit den Missbrauchsfällen und die Aufgabe der Prävention verstärken und ausbauen“, erklärt Gottfried Ugolini, Leiter der diözesanen Fachstelle für Prävention, das Ziel der heurigen Tagung.

Neben den Referaten von Waltraud Klasnic, seit 2010 unabhängige Opferbeauftragte der österreichischen katholischen Kirche, Barnabas Bögle, Abt der Benediktinerabteil Ettal, Robert Köhler, Verhandlungsführer der Betroffenen in der Ettaler Aufarbeitung, und Anna Deodato, Vorstandsmitglied des nationalen Dienstes zum Schutz von Minderjährigen der italienischen Bischofskonferenz, geht Bischof Ivo Muser in einer Gesprächsrunde mit den Vortragenden auf die konkrete Situation in der Diözese Bozen-Brixen ein. Die Tagung wird simultan übersetzt.

Anmeldungen sind noch bis zum 15. Oktober 2019 online über die Homepage der Diözese www.bz-bx.net/beratung-und-hilfe/missbrauch möglich. Anmelden können sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der diözesanen Einrichtungen, Organisationen, Vereine und Dienste, Ordensfrauen und -männer, ReligionslehrerInnen, PastoralassistentInnen, Pfarrverantwortliche, pastorale MitarbeiterInnen sowie all jene, die am Thema interessiert sind.



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