Dienstag, 10. März 2020

Mord in Eppan: Besser hinhören und hinschauen

Wieder ein Frauenmord in Südtirol. Landtagsabgeordnete Magdalena Amhof ist erschüttert. Sie drückt den Angehörigen der jungen Frau ihr tiefstes Mitgefühl aus und ersucht alle Bürger, um noch mehr Sensibilität und Achtsamkeit: „Wir müssen genauer hinschauen, besser hinhören und öfter nachfragen, denn Hilferufe sind nicht immer laut“, sagt Magdalena Amhof von der SVP.

Jeden 3. Tag wird in Italien eine Frau ermordet.
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Jeden 3. Tag wird in Italien eine Frau ermordet. - Foto: © Foto: J. Oschmann
Leider steht auch in Südtirol Gewalt gegen Frauen auf der Tagesordnung. Die Bandbreite ist vielfältig: häusliche Gewalt, ökonomische Gewalt, sexualisierte Gewalt bis hin zum Mord, wie jener an der 28-jährigen Barbara Rauch in Eppan.

„Gewalt hat viele Dimensionen und immer wieder fragen wir uns nach dem 'Warum'. Was müssen Frauen erleiden? Warum müssen Frauen sterben? Es ist schockierend. Die Zahl der Frauenmorde steigt massiv. Wir brauchen noch mehr Aufklärung, noch mehr Sensibilisierung, noch mehr Hilfsangebote“, fordert die Landtagsabgeordnete.

Gewalt an Frauen beginne oft subtil. Mit Beleidigungen fängt es an, oft folgen Herabwürdigungen, Unterdrückung und körperliche Gewalt.

„Wie weit es gehen kann, erfahren wir immer wieder. Jede und jeder von uns muss achtsamer sein, wir müssen nachfragen, wenn wir vermuten und wir müssen nachfragen, wenn wir uns sorgen. Wir müssen reden und zuhören, wenn wir Signale erhalten. Und vor allem müssen potentielle Opfer besser vor Gewalt geschützt werden“, so Amhof.

Die Landesrätin für Chancengleichheit Ulrike Oberhammer veröffentlichte auf Facebook ein Foto roter Schuhe, die international zum Symbol ermordeter Frauen geworden sind.

„Jeder Femizid ist ein Versagen unserer gesellschaftlichen Werte und geht uns alle an. Jeden dritten Tag wird in Italien eine Frau ermordet. In Gedenken an Barbara, Fatima, Carla, Concetta, Fausta, Maria Stefania, Ambra, Francesca, Rosaria, Rosalia, Monica, Lauretta, Speranza, Anna, Sdenka, Larisa.“

Die roten Schuhe sind international ein Symbol für ermordete Frauen geworden. Weil wir uns hierzulande momentan nicht...

Pubblicato da Ulrike Oberhammer su Martedì 10 marzo 2020


Auch Gleichstellungsrätin Michela Morandini hat auf Facebook klare Worte gefunden:

Lange habe ich überlegt, gelöscht, neuformuliert, wieder gelöscht...Die Wahrheit ist, dass ich als Frau wütend bin...

Pubblicato da Morandini Michela su Martedì 10 marzo 2020



stol