Dienstag, 14. Januar 2020

Mordfall Obrist: 30 Jahre Haft für Badr Rabih bestätigt

Das Berufungsschwurgericht am Oberlandesgericht in Bozen hat sich am Dienstag erneut mit dem Mordfall Marianne Obrist befasst. Im Dezember 2018 wurde der 34-jährige Lebensgefährte Obrists, Badr Rabih, in Bozen zu 30 Jahren Haft verurteilt. Am Dienstag wurde nun das Urteil aus erster Instanz bestätigt.

Badr Rahib im Dezember 2018 vor dem Oberlandesgericht in Bozen.
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Badr Rahib im Dezember 2018 vor dem Oberlandesgericht in Bozen. - Foto: © DLife/Fiorentino

Am Dienstag kam das Berufungsverfahren, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, zu einem Ende. Das Urteil von 30 Jahren Haft aus erster Instanz für Badr Rabih wurde bestätigt.

Im Berufungsprozess wollte die Verteidigung ein psychiatrisches Gutachten einholen, dieser Antrag wurde im Dezember vom Schwurgericht abgelehnt.

Anwesend war am Dienstag auch der Vater des Angeklagten, Mostafa Rabih, der vor der Urteilsverkündung gegenüber den Medien betonte, dass sein Sohn nie die Absicht hatte, zu Töten. Auch dass er ein Fundamentalist gewesen sein soll, weist er vehement zurück. „Mein Sohn führte ein modernes Leben, er hat auch einen einheimischen Freundeskreis“, so Mostafa Rabih.


Badr Rabih hatte am 21. August 2017 seine Lebensgefährtin Marianne Obrist in ihrer Wohnung in Milland/Brixen mit einem Baseballschläger und einem Messer brutal ermordet.

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