Aus Liebhaberei hat Ewald Reichegger bisher Schafe gehalten. Wie lange er aber noch Schafe halten werde, wisse er nicht, hatte er gesagt, als er im Mai ein trächtiges Schaf totgebissen aufgefunden hatte und nur wenige Tage später weitere 4 Tiere vom Wolf gerissen wurden. <BR /><BR />Von der Weide auf etwa 1700 Meer Höhe hatte Reichegger am Mittwoch seine Schafe auf eine Almweide auf rund 2000 Metern Meereshöhe gebracht. Aber noch in der ersten Nacht dort dezimierte der Wolf den eh schon kleinen Tierbestand. 5 Schafe verendeten qualvoll an seinen Bissen. <BR /><BR /><b>Resigniert will Ewald Reichegger nun ganz aufgeben</b><BR /><BR />„Es hat keinen Zweck mehr. Der Politik sind ja die Wölfe wichtiger als die Schafe. Der Wolf ist der Superstar“. Enttäuscht und zornig zugleich, will er deshalb die ihm noch verbliebenen Schafe zu verkaufen. Bleibe abzuwarten, wie viele Schafbauern ihre Tiere künftig noch auf die Almen auftreiben werden und wie viele Schafhalter ganz das Handtuch werfen werden, sagt er.<BR /><BR />Ähnliche Fragen stellt man sich auch auf der Hofalm im Winnebachtal in Terenten. 3 Bauern haben insgesamt rund 100 Schafe zur „sommerfrische“ auf diese große private Alm der Familie Mayr gebracht. 8 dieser Tiere wurden zu Wochenbeginn von einem oder mehreren Wölfen totgerissen. <BR /><BR />Entsetzt über die qualvoll verendeten Tiere und aus Angst, dass der Wolf wiederkehren wird, hat ein Bauer alle seine Schafe und ein Bauer seine besten Schafe bereits wieder ins Tal gebracht. Auch der dritte Bauer überlegt, seine Tiere wieder ins Tal zu bringen. <BR /><BR /> Und auch der Bauer, der an die 30 Ziegen auf die Alm gebracht hatte, hat die besten Tiere aus der Herde bereits wieder abgeholt. <BR /><BR /><BR /><BR />