Dienstag, 29. Juni 2021

Nach Mord an 16-Jähriger: „Innere Stimme sagte mir, ich soll sie töten“

Vorsätzlicher Mord, erschwert durch die Tatsache, dass das Todesopfer minderjährig war: Dies wird dem 16-Jährigen aus Valsamoggia in der Provinz Bologna vorgeworfen, der laut Staatsanwaltschaft des Mordes an der gleichaltrigen Chiara Gualzetti beschuldigt wird.

Hier wurden die sterblichen Überreste von Chiara Gualzetti gefunden.
Hier wurden die sterblichen Überreste von Chiara Gualzetti gefunden. - Foto: © ANSA / MAX CAVALLARI / FTJ
Die Leiche des Mädchens war einige hundert Meter von dem Haus seiner Eltern in der Gemeinde Monteveglio entfernt tot aufgefunden worden.



Der 16-jährige Bursche gestand, Chiara mit Messerstichen ermordet zu haben. Die Ermittler sind der Ansicht, dass der Teenager das Verbrechen sorgfältig geplant hatte.

Die beiden Jugendlichen kannten sich seit einiger Zeit, hatten aber keine Beziehung. „Ich habe von einer inneren Stimme getrieben gehandelt, die mir sagte, ich solle töten“, erklärte der Bursche den Ermittlern. Das Mädchen habe seinen Angaben zufolge den Wunsch geäußert, zu sterben.

Die Jugendstaatsanwaltschaft in Bologna will jetzt ein psychiatrisches Gutachten für den Täter anfordern, der eigenen Angaben zufolge allein gehandelt hat.

Er hatte sich am Sonntag mit Chiara Gualzetti verabredet, brachte sie an den Waldrand im Park der Abtei von Monteveglio und tötete sie. Die Leiche blieb dort, teilweise von einem Busch verdeckt, einen Tag lang liegen, bis sie am Montagnachmittag von Freiwilligen gefunden wurde.

Eine Autopsie wird durchgeführt, um den Zeitpunkt des Todes zu verifizieren. Die Smartphones des Opfers und des Täters wurden beschlagnahmt, um die Beziehung zwischen den beiden zu rekonstruieren. Der Verdächtige löschte einige Chats, bevor er vom Militär aufgespürt wurde. Der 16-Jährige, der in der gleichen Stadt wohnt, war den Ermittlern zufolge die letzte Person, die die junge Frau kontaktiert hatte, bevor sie am Sonntag das Haus verließ, ohne zurückzukehren.

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