Freitag, 05. März 2021

Schüler nach Nasenbohrer-Test: „Da muss keiner Angst haben, außer ein Baby vielleicht!“

Am heutigen Freitag sind die sogenannten Nasenbohrer-Tests an einigen Schulen Südtirols angelaufen. STOL hat 2 der getesteten Grundschüler, 2 Buben aus Bozen, gefragt, wie sich das „Bohren“ angefühlt hat.

Karl und Peter erzählen von ihrem heutigen „Nasenbohrer“-Test.
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Karl und Peter erzählen von ihrem heutigen „Nasenbohrer“-Test. - Foto: © Privat
Karl und Peter Gamper sind Brüder und besuchen beide die Grundschule J.W.v.Goethe in Bozen. Sie sind 2 der 1200 Schüler an 14 Schulen, die für das Pilotprojekt ausgesucht wurden. Am Freitagvormittag war es dann soweit.

Wie sich der Test angefühlt hat? Hier das Fazit der beiden Buben.

Karl, 9 Jahre alt, besucht die 3C und erzählt gegenüber STOL folgendes zu seinem Test-Erlebnis:

„Ich war der allererste, der heute aus meiner Klasse dran kam. Im Gang vor dem Klassenzimmer war ein Tisch mit den Tests aufgebaut. Meine Lehrerin und Sanitäter vom Weißen Kreuz haben mir dann erklärt, wie das Testen funktioniert. Ich habe die Verpackung geöffnet und dann mit dem Stäbchen so in der Nase gebohrt, so wie sie es mir erklärt haben. Das war ganz einfach. Zuerst musste ich es in einem Nasenloch 5 Mal umdrehen, danach im anderen. Das hat ein bisschen gekitzelt und überhaupt nicht weh getan“, sagt Karl ganz selbstbewusst.

„Anschließend hat die Lehrerin mein Stäbchen in eine Flüssigkeit getaucht, nach 15 Minuten wurden 5 Tropfen davon in ein anderes Gefäß, in dem sich ein Streifen befand, geträufelt. Der Streifen hat Farbe gewechselt und kurz darauf bekam ich von der Lehrerin einen Zettel, wo stand, dass ich negativ bin. Ich war sehr froh.“




Und dann kam der „Zaubersirup“


Sein Bruder Peter, 6 Jahre alt, geht in die 1C und wurde heute ebenfalls im Rahmen des Pilotprojektes getestet.

„Ich habe mich auf den Test gefreut, ich war gar nicht aufgeregt“, sagt er stolz. „Meine Lehrerin und mein Freund haben mich zum Test begleitet. Ein Mann vom Roten Kreuz hat das Stäbchen aus der Verpackung geholt und ich habe das Stäbchen in beiden Nasenlöchern 5 Mal die Runde gedreht. Dann erklärte mir der Mann, dass jetzt ein Zaubersirup zum Einsatz kommt. Und so war es: Der Streifen wurde rot und wenige Minuten später wusste ich, dass ich das blöde Virus nicht habe.“

„Und wie hat sich der Nasenbohrertest angefühlt?“, wollte STOL vom 6-Jährigen noch wissen: „Das Stäbchen in der Nase war eigentlich lustig. Da muss keiner Angst haben vor dem Test. Außer ein Baby vielleicht!“ antwortete Peter ganz cool.

Rege Teilnahme erwünscht

Die Teilnahme an den Nasenbohrer-Tests ist freiwillig. Bis Donnerstagnachmittag mussten die Eltern der Schüler, die sich am heutigen Freitag testen konnten, ihr Einverständnis geben. Für jene Kinder, die sich nicht testen lassen, gibt es keinerlei Konsequenzen.

Die Eltern von Karl und Peter unterstützen diese Testaktion an den Schulen, weil die Methode absolut schmerzfrei und unkompliziert ist. Sie wünschen sich eine rege Teilnahme, um den regulären Unterricht weiterhin garantieren zu können. Und auch die beiden Söhne finden die Aktion toll: „In der Schule zu sein, ist viel cooler, als langweilig zu Hause vor dem PC!“

vs