Donnerstag, 26. November 2020

Neue Corona-Hotline für Hilfsdienste in Bozen

Manche Mitmenschen dürfen oder können derzeit nicht das Haus verlassen. Daher stellt sich die Frage: Wer kauft für mich ein oder wer kann mich zum Arzt begleiten? Wer besorgt meine Medikamente in der Apotheke oder wer kann mit meinem Hund Gassi gehen? In Bozen gibt es ab Montag eine neue Hotline (0471-1626111), bei der sich jeder melden kann, der einen Hilfsdienst benötigt.

Ab Montag ist die Hilfs-Hotline im Dienst.
Badge Local
Ab Montag ist die Hilfs-Hotline im Dienst. - Foto: © shutterstock
Die Mitarbeiter nehmen täglich von Montag bis Freitag von 08.30 bis 12.30 Uhr und auch am Donnerstag Nachmittag von 14 bis 17 Uhr die Anfragen entgegen und vermitteln die Anrufer an den Verein oder die Hilfsorganisation weiter, die den gesuchten Hilfsdienst anbieten.

In einer Video-Pressekonferenz am Freitagvormittag haben Bürgermeister Renzo Caramaschi, der Stadtrat für Sozialwesen, Juri Andriollo und die Generaldirektorin des Betriebes für Sozialdienste BSB, Liliana Di Fede die Hotline und die damit verbundenen Hilfsdienste vorgestellt.

Die Corona-Hotline ist eine gemeinsame Initiative des Assessorates für Sozialpolitik der Stadtgemeinde Bozen und des Betriebes für Sozialdienste BSB. An ihr beteiligen sich die Vereine Food Net BZ, Caritas, Young Caritas, Santo Stefano, La Strada - Der Weg, Vinzenzgemeinschaft, San Vincenzo, Rotes Kreuz, Volontarius, Bröseljäger, Auser, Officine Vispa, Anteas, Ada und Banco Alimentare.

Hilfsdienste besser koordinieren

„Es bestand die Notwendigkeit,“ erklärte Bürgermeister Caramaschi, „die vielen Hilfsdienste und Hilfsangebote, die es in Bozen gibt, besser zu koordinieren, damit die Bürgerinnen und Bürger sie besser nutzen können. Die neue Hotline erteilt Auskünfte und hilft dabei, die richtigen Helfer zu finden, und das ist gerade in der Coronakrise sehr wichtig. Es erreichen uns nämlich viele Anfragen von armen Familien und Menschen, die alleine leben. Wir hoffen daher, dass die Hotline vielen weiterhilft. Ich möchte allen danken, die sich bei diesem sozial sehr wertvollen Dienst einbringen.“

„Die Tätigkeiten der verschiedenen Vereine zu koordinieren, das war das Anliegen der Gemeindeverwaltung Bozen.“ sagte der Stadtrat für Sozialpolitik, Juri Andriollo. „Und eine gute Koordinierung gelingt - so hoffen wir - mit dieser neuen Telefon-Hotline. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hotline wurden bestens auf ihre Aufgaben vorbereitet, und wir glauben, einen effizienten Dienst am Bürger anzubieten. Alle Dienstleistungen werden natürlich unter Einhaltung der Corona-Bestimmungen erbracht. Und ich möchte bei dieser Gelegenheit auch betonen, dass auch in diesem Fall das Motto gilt: 'Bozen ist da. Bozen hilft'“.

Liliana Di Fede, die Generaldirektorin des BSB, stellte fest, dass die Corona-Hotline eine wichtige soziale Funktion erfüllt: „In Bozen leben viele Menschen alleine, und es gibt auch viele Menschen, die keine Angehörigen haben, die sie versorgen können. Es ist daher sehr wichtig, die Bürger über Hilfsangebote zu informieren, und diese Aufgabe hat die Corona-Hotline. Die Idee für diese Hotline entstand innerhalb des BSB, aber die Verwirklichung dieser Idee wäre ohne die Bozner Vereine und Freiwilligenorganisationen nicht denkbar, denn ohne die vielen Vereine und Organisationen würde auch in Bozen einiges nicht so gut funktionieren. Die Hotline ist ein Projekt, das zukunftsweisend ist, und daher danke ich allen, die zum Gelingen beitragen.“

stol