Freitag, 26. Juni 2020

Neue Infektionsherde in Italien

Ein Infektionsherd, der in einer Gemeinde in der süditalienischen Region Kampanien ausgebrochen ist, sorgt für Spannungen. Die Gemeinde Mondragone wurde zur Sperrzone erklärt, nachdem rund 50 Infizierte in 5 Wohngebäuden lokalisiert wurden, in denen zum Großteil bulgarische Migranten leben. Auch die Stadt Bologna befürchtet eine neue Infektionswelle.

Ein Infektionsherd, der in einer Gemeinde in Kampanien ausgebrochen ist, sorgt für Spannung. Einige  Bewohner  der abgeriegelten Gebäude bewarfen die Sicherheitskräfte mit Gegenständen.
Ein Infektionsherd, der in einer Gemeinde in Kampanien ausgebrochen ist, sorgt für Spannung. Einige Bewohner der abgeriegelten Gebäude bewarfen die Sicherheitskräfte mit Gegenständen. - Foto: © ANSA / CIRO FUSCO
19 Covid-Träger wurden in ein Krankenhaus eingeliefert, doch die anderen positiv getesteten Personen weigerten sich. Einige von ihnen tauchten unter. Dies löste Sorge unter den Bewohnern Mondragones aus, die eine Ausbreitung der Infektion befürchten. ( STOL hat berichtet) Um die von den Migranten bewohnten Wohngebäude wurde eine Sperre errichtet. Einige Bewohner der abgeriegelten Gebäude bewarfen die Sicherheitskräfte mit Gegenständen, berichteten lokale Medien.

Der kampanische Präsident Vincenzo De Luca sprach mit Innenministerin Luciana Lamorgese und bat um die dringende Entsendung von mindestens 100 Sicherheitskräften zur Kontrolle der Gemeinde. Die Ministerin habe ihm die Entsendung eines Soldaten-Kontingents versprochen, berichtete De Luca.

Auch in Bologna neue Infektionswelle befürchtet

Auch die Stadt Bologna befürchtet eine neue Infektionswelle. 54 Infizierte wurden im Hauptquartier des Logistikunternehmens Bartolini gemeldet. Ein weiteres Dutzend Bartolini-Arbeitnehmer, die in Calderara di Reno in der Provinz Bologna beschäftigt sind, wurde positiv getestet. Die meisten von ihnen sind symptomfrei. Die Gewerkschaften erklärten sich besorgt. Die Sicherheitsprotokolle für die Arbeitnehmer seien ungenügend.

Der Präsident Venetiens Luca Zaia rief die Bürger zu höchster Umsicht auf, um ein Wiederaufflammen der Infektionen zu vermeiden. „Das Virus ist noch nicht ausgemerzt, daher müssen wir weiterhin vorsichtig sein“, sagte Zaia und richtete sich mit seinem Appell vor allem an Jugendliche, die die Regeln missachten. Italien sei jedenfalls auf eine weitere Infektionswelle vorbereitet. „Wir haben das beste Gesundheitssystem der Welt“, betonte der Lega-Politiker.

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