Montag, 17. Mai 2021

Ötzi-Museum: Tosolini bietet INA-Gebäude als Standort-Lösung an

In der Veröffentlichung der Studie zur Standortfrage für das Südtiroler Archäologiemuseum belegen das Enel-Gebäude in der Dantestraße und das INA-Gebäude in der Museumsstraße den ersten bzw. den 3. Platz. Eigentümer beider Gebäude ist Unternehmer Pietro Tosolini (Generalbau S.p.a.). Tosolini erklärt sich bereit, beide Gebäude als Standort-Lösung bereit zu stellen. Gerade das INA-Gebäude wird von vielen und auch vom Eigentümer selbst als die beste Lösung angesehen..

Die Generalbau S.p.a.äußert sich erfreut zur möglichen Umnutzung des ehemaligen INA-Gebäudes als Sitz des Südtiroler Archäologiemuseums.
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Die Generalbau S.p.a.äußert sich erfreut zur möglichen Umnutzung des ehemaligen INA-Gebäudes als Sitz des Südtiroler Archäologiemuseums. - Foto: © DLife
Die Generalbau S.p.a. erklärt sich bereit – so teilt sie es in einer Aussendung am Montag mit – ihre Rolle als Eigentümerin des ehemaligen Enel-Gebäudes und des ehemaligen INA-Gebäudes (geplant 1937) für die Diskussion über eine zukünftige Umnutzung in ein Museum wahrzunehmen.

„Es ist die Absicht der Generalbau S.p.a., der Stadt Bozen und, wenn es im Interesse der Provinz Bozen ist, dem Südtiroler Archäologiemuseum einen Platz anzubieten, der seiner Bedeutung als Bewahrer des wichtigsten Exponats Südtirols und des bedeutendsten anthropologischen Fundes im gesamten Alpenraum, der Mumie des Mannes im Eis, umgangssprachlich 'Ötzi' genannt, gerecht wird“, schreibt die Generalbau S.p.a. in einer Aussendung.

Die Verlegung des Archäologischen Museums in das ehemalige INA-Gebäude, Eigentum der Generalbau S.p.a., wenige Dutzend Meter vom Stadtmuseum entfernt und innerhalb desselben Häuserblocks, hätte das Potenzial die beiden Museen synergetisch und in engem Kontakt mit der Stadt zusammenarbeiten zu lassen, sich der grünen Achse der Talfer zuzuwenden und so ein neues Museumszentrum mit Öffnung ins städtische Grün zu bilden.

„Durch den Zusammenschluss der beiden Museen würde Bozen einen neuen Schwerpunkt an der vorgeschlagenen 'städtischen Museumsmeile', der Ost-West Hauptachse (Rathausplatz - Grieser Platz), erhalten und damit der Stadt, auch im Sinne einer entschiedenen Überwindung kulturpolitisch-historischer Zwänge, einen neuen städtebaulichen, bürgerlichen und sozialen Wert verleihen und dabei eine zeitgemäße ökologische, nachhaltige und avantgardistische Haltung zeigen“, heißt es in der Aussendung weiter.

„ Wiederverwendung im Sinne einer echten Stadterneuerung mit dem Ziel auch bei der Neudefinition des urbanen und architektonischen Raums die ursprünglichen Strukturen und Volumina der Gebäude so weit wie möglich zu erhalten, wurde in diesem Jahr durch den wichtigsten Architekturpreis, den Pritzker-Preis, unterstrichen, der die Architekten Lacaton und Vassal für ihr Engagement in diesem Sinne auszeichnet. Die Unterbringung des Archäologischen Museums und von 'Ötzi' im ehemaligen INA-Gebäude gegenüber dem Siegesdenkmal und mit Ausblick auf die grüne Talferachse, würde sich bestens in die zeitgenössische Ideologie der intelligenten Nutzung von Ressourcen und der ökologischen Verantwortung einfügen“, erklärt die Generalbau S.p.a..

Das Interesse für die „Museums- und Stadtmeile“ vom Rathausplatz bis zum Grieser Platz bestehe nicht nur in den Museen, sondern in der gesamten Strecke - vom mittelalterlichen, gotischen, barocken Bozner Zentrum bis zur Grieser Altstadt mit ihrem prächtigen Platz durch das „Neue Zentrum aus der faschistischen Zeit“, der großräumigen Freiheits Straße - und stellt eine monumentale urbane Strecke dar, die in ihrer Gesamtheit zu würdigen und zu erzählen ist. Der Dreh- und Angelpunkt des neuen Museumszentrums, bestehend aus dem Stadtmuseum und dem Archäologischen Museum, würde sich im ideologischen, kommerziellen und physischen Schwerpunkt der Stadt befinden und mit „Ötzi“, so wie die Mona Lisa für den Louvre, als Ausstellungshöhepunkt der Provinz.

Laut der Sinloc Studie sei die Dimensionen des ehemaligen INA-Gebäudes in der Lage, die räumlichen Anforderungen des zukünftigen Südtiroler Archäologiemuseums zu erfüllen. Die Firma Generalbau S.p.a. aus Bozen, Eigentümerin des ehemaligen INA-Gebäudes, hat sich stets für die zukünftige Nutzung des Gebäudes als Museum ausgesprochen.

„Die Stadt, die Region, die Umwelt, die Landschaft und die damit verbundenen Projektkulturen würden von dieser Entscheidung sehr profitieren. Die Generalbau S.p.a. ist bereit ihren Teil dazu beizutragen, ist offen für jede Lösung im Einvernehmen mit der Provinz Bozen und unterstützt den Bürgermeister von Bozen, der der Meinung ist, dass das Archäologische Museum und der 'Ötzi' in der Stadt bleiben sollen und, wenn möglich, in einer strategischen Position für die künftige große städtische Ost-West-Museums- und Stadtachse vom Rathausplatz bis zum Grieser Platz, um einen breit angelegten Markt- und Handelsplatz für die Bürger von Bozen und Südtirol zu schaffen“, lautet es in der Aussendung abschließend.

stol

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