Der Generaldirektor der italienischen Finanzermittlungsstelle UIF, Enzo Serata, hat gestern vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss vor dem Phänomen der Mafia und anderer krimineller Vereinigungen Alarm geschlagen.<BR /><BR />Im Zeitraum 2018-2022 schätzen Experten der UIF, dass Geld im Wert bis zu 35 Milliarden Euro gewaschen wurde, was 2 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) entspricht. Im Zeitraum 2005-2020 waren bis zu 106.000 Unternehmen, was etwa 2 Prozent der Gesamtzahl der in diesem Zeitraum im Unternehmensregister eingetragenen Betriebe entspricht, potenziell mit der organisierten Kriminalität verstrickt.<BR /><BR />Im Jahr 2023 gingen bei der UIF etwas mehr als 150.000 Verdachtsmeldungen ein, die als potenziell mit der organisierten Kriminalität in Verbindung stehend eingestuft wurden, was einem Rückgang von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.<BR /><BR />Serata erinnerte daran, dass Italien eine entscheidende historische Phase erlebe. Die durch das Konjunkturprogramm PNRR zur Verfügung gestellten Mittel seien zwar eine außerordentliche Chance für Entwicklung und Wachstum, sie böten aber gleichzeitig weitere Möglichkeiten für kriminelle Organisationen.