Mittwoch, 08. April 2020

Ostern naht: Laufen bei Ihnen schon die Vorbereitungen – trotz Coronakrise?

Mit Ostern findet am 12. April das wichtigste christliche Fest statt: Gefeiert wird die Auferstehung Jesu Christi nach seinem Tod am Kreuz. Dieses Jahr ist allerdings alles anders: wegen der Coronakrise gibt es keine öffentlichen Gottesdienste und Prozessionen. Auch größere Familienfeiern fallen ins Wasser. Trotzdem behalten viele Südtiroler lieb gewonnenen Traditionen und Gebräuche, wie etwa das Eierfärben zu Ostern bei. Sie auch?

Laufen bei Ihnen schon die Ostervorbereitungen?
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Laufen bei Ihnen schon die Ostervorbereitungen? - Foto: © shutterstock
Ostern wird oft mit Ostereiern, dem Osterhasen, dem Gang in die Kirche und Familientreffen in Verbindung gebracht. Einiges davon kann dieses Jahr nicht stattfinden, Eier färben und suchen, einen Osterstrauch aufstellen oder die Wohnung schmücken hingegen darf man auch heuer: Laufen bei Ihnen trotz Coronakrise schon die Vorbereitungen für das Fest?



Folgende Gottesdienste in der Karwoche bzw. zu Ostern überträgt STOL LIVE

Abendmahlfeier am Gründonnerstag am 9. April um 20 Uhr
Karfreitagsliturgie am 10. April um 15 Uhr
Osternachtfeier am 11. April um 20 Uhr
Ostergottesdienst am 12. April um 10 Uhr
Ostermontagsgottesdienst 13. April um 9 Uhr


Osterbräuche aus aller Welt


Rund um die Osterfeiertage haben sich weltweit viele Bräuche entwickelt. Hier eine Auswahl, auch wenn diese heuer in vielen Ländern, wie auch hierzulande, nicht stattfinden können.

Irland

Die Iren markieren das Ende der Fastenzeit mit einer – wohl nicht ganz ernst gemeinten – symbolischen Heringsbeerdigung. Der Fisch ist das Hauptnahrungsmittel während des 40-tägigen Fastens.

Österreich

Wie in einigen Regionen Deutschlands läuten auch in Österreich von Gründonnerstag bis zur Osternacht keine Kirchenglocken. Dafür laufen Kinder mit Ratschen (Holzklappern) durch die Straßen. Ein am Gründonnerstag gelegtes Ei zu essen, bringt nach altem Volksglauben Glück.

Frankreich

Auch in Frankreich läuten in den Tagen vor Ostern die Kirchenglocken nicht. Das Geläut „fliegt“ angeblich nach Rom zum Papst, um gesegnet und mit Ostereiern gefüllt zurückzukehren. Traditionell stellen die Pariser „Chocolatiers“ in Handarbeit große Osterglocken und andere oft teure Schokoladenfiguren her.

Italien

In vielen Dörfern gibt es Inszenierungen des Leidensweges Christi und Oster-Prozessionen. Back-Spezialitäten sind süßes Gebäck in Form einer Taube und herzhafte, mit Gemüse und Ei gefüllte Kuchen.

Spanien

Bei Prozessionen frommer Bruderschaften werden riesige Jesus- und Heiligenfiguren durch die Straßen getragen. Vielerorts sind die Teilnehmer mit spitzen Kapuzen vermummt, einige tragen als „Büßer“ eiserne Ketten.

Ungarn

Das „Begießen“ von Frauen und Mädchen am Ostermontag geht auf einen vorchristlichen Fruchtbarkeitsbrauch zurück. Männer besuchen verwandte oder befreundete Frauen und besprengen sie mit Parfüm. Dafür werden sie mit Ostereiern, Kuchen und Alkohol bewirtet.

Schweden

Kinder verkleiden sich mit langen Röcken, Schürzen und Kopftüchern als Osterweiber und ziehen von Haus zu Haus, um Süßigkeiten zu sammeln. Dafür verteilen sie selbstgemalte Osterkarten.

USA

Im Weißen Haus, dem Amts- und Wohnsitz des US-Präsidenten in Washington, ist das Ostereierrollen eine beliebte Tradition. Im Garten dürfen Kinder Eier suchen und mit einem großen Löffel über den Rasen bugsieren. In vielen Städten gibt es zudem Osterparaden.

Mexico

In Mexiko-Stadt zieht der festliche Passionszug zur Erinnerung an die Leiden Christi durch die Straßen des Ortsteils Iztapalapa. Tausende verkleidete Menschen inszenieren dort den Kreuzweg Jesu. Die Passionsspiele gehören zu den ältesten ihrer Art in Mexiko und entstanden nach einer Cholera-Epidemie.

Australien

Auf dem unter einer Kaninchenplage leidenden Kontinent sind auch Hasen verpönt. Eier bringt stattdessen das Osterbilby, ein Beuteltier mit großen Ohren. Süßwaren-Hersteller haben Bilbys aus Schokolade im Angebot.

Philippinen

In einem umstrittenen Karfreitagsritual lassen sich in einigen Dörfern Menschen an Kreuze nageln. Sie betrachten das als Sühne für Sünden, die katholische Kirche verurteilt das Ritual.

dpa/stol

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