Montag, 05. Juli 2021

Primiz von P. Markus Mur: Große Freude in Lengmoos

Es war ein buntes und nicht minder festliches Bild, als die Ministranten und Fahnenträger aufmarschierten, gefolgt von den Abordnungen der Vereine, den Familiaren des Deutschen Ordens und der Geistlichkeit, die – zu den Klängen der Musikkapelle – durch die Dorfstraße zogen. Unter dem Baldachin schritt Pater Markus Mur, der gestern in Lengmoos Heimatprimiz feierte.

Ein großer Augenblick für den Neupriester:  Die Gabenbereitung   am Altar in seiner Heimatpfarre.
Badge Local
Ein großer Augenblick für den Neupriester: Die Gabenbereitung am Altar in seiner Heimatpfarre. - Foto: © br
„Großes hat der Herr an ihm getan“: So stand auf dem Triumphbogen zu lesen, den die Pfarrgemeinde für ihren Primizianten aufgebaut hatte. Im Seerosenteich war die überdimensionale Nachbildung eines Messkelchs mit Hostie zu sehen. Das Primizhochamt wurde – coronagerecht – unter freiem Himmel gefeiert auf den umfunktionierten Parkplätzen mit aufwendig aufgebautem und üppig geschmücktem Altar.



Ganz Lengmoos war auf den Beinen. Aber auch von weit her waren die Gläubigen gekommen, heißt es doch im Volksmund, dass man sich für einen Primizsegen die Schuhsohlen durchlaufen soll.



„Es ist eine große Freude zu sehen, wie viele zu meiner Primiz gekommen sind. Ich danke euch. Besonders aber danke ich Gott für seine Gnade, dass er mich in seinen Dienst gerufen hat“, sagte der Neupriester. Gott sei auch die Mitte der Feier.

Musikalisch mitgestaltet wurde das Primizhochamt von der Singgruppe des Kirchenchors unter der Leitung von Josef Unterhofer, dem Organisten Nikita Gasser, der eigens aus Oberösterreich in die Heimat angereist war, sowie von Streichern und Bläsern der Musikkapelle Lengmoos.


Die Primizpredigt hielt H. H. Hansjörg Rigger, Professor für Biblische Wissenschaften an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Heiligenkreuz bei Wien. Dort hat Mur sein Theologiestudium abgeschlossen.

„Gott hat dich erwählt, um uns zu beschenken. Aber du wirst zusehen müssen, dass die Kirchen nicht alle voll sind und dass es auch Eltern gibt, die ihr Kind nicht taufen lassen“, sagte Rigger. Pater Markus solle sich nicht beirren lassen und werde beten, auch wenn viele nicht mehr beten und werde die Messe feiern, auch wenn wenige Gläubige in die Kirche kommen.

„Betet für Pater Markus, betet für uns Priester, wir tun es für euch“, legte Rigger den Gläubigen ans Herz. Auch Maria, die Gottesmutter und Mutter der Priester, bat er um Beistand: „Möge sie Pater Markus in seinem Dienst begleiten.“

Alle Blicke waren auf den Primizianten gerichtet, als er am Tisch des Herrn die Gaben bereitete. Die Kommunion aus seiner Hand, vor allem aber der Primizsegen waren für die Gläubigen Gabe und Gnade zugleich.

Diözesanbischof Ivo Muser hat am Fest der Apostel Petrus und Paulus, P. Markus Mur OT in der Heilig-Kreuz-Kirche in Lana zum Priester geweiht. STOL war mit einem Kamerateam mit dabei und hat mit dem Neupriester über seine Berufung gesprochen.

Einen Moment Bitte - das Video wird geladen

br