Montag, 05. Februar 2018

“Safer Internet Day”: Postpolizei klärt auf

Die Staatspolizei - Abteilung der Post- und Kommunikationspolizei Bozen - leistet seit mehreren Jahren eine wertvolle Sensibilisierungstätigkeit in Schulen und Vereinen im Bereich des sicheren Umgangs mit Internet und sozialen Netzwerken.

Die Postpolizei leistet wertvolle Sensibilisierungstätigkeit. Im Bild: Die Postpolizei am Montag zu Besuch in Terlan. - Foto: DLife
Badge Local
Die Postpolizei leistet wertvolle Sensibilisierungstätigkeit. Im Bild: Die Postpolizei am Montag zu Besuch in Terlan. - Foto: DLife

Bei den Sensibilisierungskampagnen werden Themen wie die Privatsphäre, das Sexting, die Online-Kinderpornografie, das Surfen im Internet und der Schutz der Minderjährigen, Facebook und soziale Netzwerke, das Online-Mobbing, Betrugsmaschen und Eigentumsdelikte angesprochen.

Im Schuljahr 2016/2017 gab es 180 Treffen mit rund 12.200 Schülern. 131 dieser Treffen wurden in deutscher Sprache abgehalten. Auch im laufenden Schuljahr 2017/2018 ist die Postpolizei wieder in den Schulen unterwegs, um Aufklärungsarbeit zu leisten. Seit September bis heute wurden bereits 73 Vorträge vor rund 5.650 kindern und Jugendlichen abgehalten. 

Die Postpolizei leistet wertvolle Aufklärung. - Foto: Postpolizei

Diese Workshops finden nicht nur in den größeren Ortschaften, sondern auch in Randgebieten und Bergdörfern statt.

Wertschätzung dieser Kampagne

Wie wichtig und  sinnvoll die Kampagne der Postpolizei ist, zeigen die rückläufigen Zahlen in Bezug auf Online-Mobbing oder Belästigungen im Netz. Die Sensibilisierungskampagne und die gute Zusammenarbeit zwischen Polizei, Schulen, Vereinen und Eltern tragen Früchte. Dieser Aufgabenberiech nimmt einen immer wichtigeren Stellenwert in der Arbeit der Postpolizei ein.

Durch Videomaterial versuchen sie den Kindern und Jugendlichen das ernste Thema spielerisch beizubringen.

Externen Inhalt öffnen

Oberinspektor Ivo Plotegher, Verantwortlicher der Post-und Kommunikationspolizei in Bozen, beschreibt einige der Hauptgefahren, die im Internet, vor allem für Kinder und Jugendliche, lauern.

Potenzielle Risiken

Von dem Moment an, wo ein Kind oder ein Jugendlicher ein Smartphone oder allgemein Zugang zu einem PC hat, ist er folgenden potentiellen Risiken ausgesetzt

Wenn Fotos/Videos (meist Selfies) mit peinlichem Inhalt (das sog. Sexting-Phänomen) gemacht und anschließend mittels Chat oder sozialer Netzwerke verbreitet oder veröffentlicht werden, kann dies negative Folgen haben. Man kann Opfer von Erpressung, von Mobbing oder Online-Mobbing werden. Auch für das spätere Leben kann das Verbreiten von unangemessenen Inhalten Folgen haben. Man denke zum Beispiel an ein Vorstellungsgespräch: Der zukünftige Arbeitgeber hat die Möglichkeit sich im Netz über einen zu informieren.

Oberinspektor Ivo Plotegher, Verantwortlicher der Post-und Kommunikationspolizei in Bozen. - Foto: Postpolizei

Eine weitere Gefahr: Kinder können trotz installierter „Kindersicherungen“ Webseiten anschauen, deren Inhalte für ihr Alter und ihre Entwicklung ungeeignet sind. Außerdem kann eine übermäßige Nutzung des Netzes zu Formen von Abhängigkeit führen.

Sind Kinder und Jugendliche in Sozialen Netzwerken „unterwegs“, besteht auch eine erhöhte Gefahr, in die Fänge von Pädophilen zu geraten. 

Tipps für die Eltern

Natürlich kann man den Kindern, die sogenannten „Digital natives“, den Umgang mit Handys, Internet und Sozialen Netzwerken nicht verbieten. Auf jeden Fall sollte auf dem Smartphone oder auf dem PC ein „Kindersicherungs-Programm“ installiert sein, rät Plotegher allen Eltern. Außerdem sollten Eltern mit dem Kind/Jugendlichen eine Reihe von Regeln für eine ausgewogene Nutzung der neuen Technologien besprechen.

Obwohl die Kinder/Jugendlichen sehr geschickt im Umgang mit den neuen Medien sind, muss man beachten, dass sie nach wie vor in einem Alter sind, in dem sie noch „unreif“ sind und daher auch beim Surfen im Netz noch eine Begleitung brauchen. Eltern sollten sich deshalb mit den potenziellen Gefahren auseinandersetzen und im Zweifelsfall eingreifen. 

stol

Einen Moment Bitte - das Video wird geladen

stol