Samstag, 14. November 2020

Sanitätsbetrieb bittet: Nur bei Lebensgefahr in die Notaufnahme

Unangemessene Zugänge in die Notaufnahme waren schon vor dem Corona-Notstand eine Tatsache. Nun startet der Südtiroler Sanitätsbetrieb einen Aufruf, sich nur bei Notfällen mit Lebensgefahr in die Notaufnahme zu begeben.

Noch immer  müssen in der Notaufnahme  viele Personen mit blauen und grünen Kodexen, die als aufschiebbare Leistungen gelten, versorgt werden.
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Noch immer müssen in der Notaufnahme viele Personen mit blauen und grünen Kodexen, die als aufschiebbare Leistungen gelten, versorgt werden. - Foto: © DLife/LO
„Jetzt, wo das Gesundheitssystem mit der Bewältigung der Pandemie besonders belastet ist, ist die Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger umso wichtiger: Bitte kommen Sie nur in wirklichen Notfällen in die Notaufnahme“, mit dieser Bitte wendet sich der Südtiroler Sanitätsbetrieb in einer Presseaussendung am Samstag an die Südtiroler.

Daten zeigen, dass die Notaufnahmen des Landes zurzeit noch viele Personen mit blauen und grünen Kodexen, die als aufschiebbare Leistungen gelten und wo keine Lebensgefahr besteht, versorgt. „Diese gehören nicht in die Notaufnahme“, hebt der Sanitätsbetrieb hervor.

„In der Notaufnahme kümmert sich das Fachpersonal um Menschen in Lebensgefahr, wie etwa Personen mit starken Blutungen, Knochenbrüchen, Brustschmerzen oder Herzinfarkten, Vergiftungen, Atemnot, Iktus usw. Viele Personen können anderswo angemessener betreut werden“, betont der Sanitätsbetrieb.

Vermeiden, das Coronavirus in die Notaufnahme zu tragen

Nicht nur die Covid-Abteilungen, auch die Notaufnahmen seien in dieser Phase besonders unter Druck. Für die Leistungsfähigkeit der Notaufnahme sei es essenziell, dass nur die Bürger sich an die Abteilung wenden, die wirkliche Notfälle sind. Dies auch um zu vermeiden, dass das Coronavirus in die Abteilung getragen werde und weitere Personen sich infizieren.

Wie schon im Frühjahr gilt auch jetzt: wer vermutet, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, mit Risikopersonen in Kontakt gekommen zu sein und/oder grippeähnliche Symptome entwickelt, sollte sich an den eigenen Hausarzt werden, schreibt der Südtiroler Sanitätsbetrieb abschließend.

sabes/stol