Mittwoch, 09. Dezember 2020

Schneefälle: Situation entspannt sich langsam – Weitere Einsätze in der Nacht

Die Lage habe sich bei der letzten Besprechung am Sonntagabend ziemlich ruhig dargestellt, so der Leiter des Stabes, Florian Alber, die gesammelten Informationen auf den Punkt. In der Nacht auf Mittwoch waren wieder einige Feuerwehren gefordert. Die Verkehrssituation bleibt weiter angespannt, unter anderem auf der Brennerautobahn zwischen Sterzing und Brenner. Viele Straßen und Bahnlinien sind weiter gesperrt.

Zahlreiche Straßen sind weiter gesperrt, auch die Zugverbindungen sind teils noch unterbrochen.
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Zahlreiche Straßen sind weiter gesperrt, auch die Zugverbindungen sind teils noch unterbrochen. - Foto: © Verkehrsmeldezentrale/Screen
Das waren einsatzreiche Tage für die Feuerwehren und Rettungskräfte des Landes. Die Landesnotrufzentrale verzeichnet seit Dienstag Mitternacht 112 medizinische Einsätze, 50 Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren und 10 der Berufsfeuerwehr sowie 5 Einsätze der Bergrettung. Im Warnzentrum des Landes wurden 31 Schadenslawinen verzeichnet.

In der Nacht auf Mittwoch gab es weitere Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren, am Morgen rückte die Berufsfeuerwehr mit Schneefräsen nach St. Leonhard in Passeier, ins Sarntal und St. Pankraz bzw. zu einem Trinkwassertransport nach Laas aus.

Die Niederschläge haben nachgelassen. 2900 Haushalte sind noch ohne Strom. Wie berichtet, ist auch am heutigen Mittwoch wieder mit Schnee zu rechnen, eine Wetterbesserung ist für Donnerstag vorhergesagt.

Brennerbahnlinie noch nicht befahrbar

Die Brennerbahnlinie bleibt wegen der Mure beim Virgl in Bozen immer noch gesperrt. (Siehe Video) Die Pustertalbahn steht derzeit still und geht voraussichtlich am Donnerstag wieder in Betrieb. Es wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die Linie Bozen-Meran ist ab Sigmundskron offen. Die Vinschgerbahn fährt wieder.

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Landesstraßendienst weiter im Dauereinsatz

Der Landesstraßendienst setzt alles daran, die durch die äußerst ergiebigen Niederschläge der vergangenen Tage aufgetretenen Schäden zu beheben, 480 Straßenwärter arbeiten mit 220 Fahrzeugen schichtweise rund um die Uhr.

„Die Situation“, berichtet Abteilungsdirektor Philipp Sicher, „entspannt sich langsam, alle Straßen sind so weit wieder freigeräumt, dass sie für Notfalleinsätze und mit Versorgungsfahrten befahrbar sind“.

Am Samstagnachmittag rückte etwa die Drohnenstaffel der Freiwilligen Feuerwehr von Burgstall nach Dorf Tirol aus: eine umfangreiche Lageerkundung ist so möglich, ohne dabei Einsatzkräfte in Gefahr zu bringen.

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Viele Straßen gesperrt, einige wieder geöffnet

Immer wieder können Straßen geöffnet werden, wie die Landesstraße zwischen Weißenbach und Pens. Immer noch sind zahlreiche Straßen für den normalen Verkehr gesperrt, unter anderem die Staatsstraßen ins Sarntal (Umleitung über Ritten-Wangen) und ins Gadertal (Umleitung über Furkelpass).

Am Mittwochfrüh gibt es Lkw-Stau auf der Nordspur der Brennerautobahn zwischen Sterzing und dem Brenner, außerdem schneit es.

Die vollständige Übersicht über die Straßensperren findet sich laufend aktualisiert auf der Homepage der Verkehrsmeldezentrale.

Aus Sicherheitsgründen sind gesperrt: Mendelpass, Jaufenpass, Grödner Joch, Sellajoch, Pordoijoch, Campolongopass, Valparolapass, Falzaregopass und Kreuzbergpass. Wintersperre gilt für das Stilfser Joch, Timmelsjoch, Penser Joch, Würzjoch (vom Gadertal aus erreichbar) und Staller Sattel.

lpa/stol