Samstag, 21. März 2020

Schutzmasken und Einweghandschuhe: Das müssen Sie wissen

Das Tragen von Masken und Handschuhen ist von grundlegender Bedeutung für die Unterbrechnung der Ansteckungskette mit dem Coronavirus. Dabei gilt es, einige Regeln einzuhalten.

Masken des Typs FFP2 (die drei rechts) und ganz links eine chirurgische Maske, aufgenommen in der Pre-Triage in Sterzing.
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Masken des Typs FFP2 (die drei rechts) und ganz links eine chirurgische Maske, aufgenommen in der Pre-Triage in Sterzing.
Die auf dem Markt erhältlichen Masken sind unterschiedlicher Art und bieten demnach unterschiedliche Schutzgrade. Zunächst ist es wichtig zu unterscheiden, wen es zu schützen gilt, um nicht unnötig Ressourcen zu verschwenden. Nachfolgend eine kurze Erklärung der unterschiedlichen Masken-Typen. Einige davon sind vor allem für Fachpersonal vorgesehen. Für die Bürgerinnen und Bürger sind im Alltag vor allem die einfachen chirurgischen Masken gedacht.

Schutzmasken und chirurgische Masken

Es gibt im Wesentlichen zwei Arten von Masken: Schutzmasken und chirurgische Masken. Schutzmasken verhindern den Kontakt mit Partikeln und damit auch mit Viren in der Luft, sie gehören zur Persönlichen Schutzausrüstung (PSA), dienen dem Schutz des Trägers und sind in verschiedenen Schutzstufen erhältlich. Einfache OP-Masken aus Flies hingegen verhindern, dass mit dem Atem ausgeatmete Partikel in die Umwelt gelangen und schützen Menschen in der Umgebung des Trägers.

Zu den auf dem Markt erhältlichen Schutzmasken gehören die FFP3 (Filtering Facepiece)-Masken (mit Ausatemventil und hohem Schutzniveau), die in Krankenhäusern auf Intensivstationen eingesetzt werden und das Gesundheitspersonal schützen, das mit sicher infizierten Patienten in Kontakt kommt. Einen etwas niederen Schutz bieten die FFP2-Masken (mit Ausatemventil), die von Rettungskräften verwendet werden, die mit potenziell infizierten Personen und/oder Patienten in Kontakt kommen.

Masken des Typs FFP2 (ohne Ventil) werden nur im Notfall und als Schutz für das Rettungs- und Pflegepersonal verwendet. FFP2-Masken (ohne Ventil) werden auch an Hausärzte und Pflegepersonal geliefert, die mit potenziell kranken Patienten in Kontakt kommen.

Abstand wahren

Die chirurgischen oder selbstgemachten Masken können von allen verwendet werden: Sie verhindern, dass die durch Husten und Niesen erzeugten Tröpfchen diejenigen erreichen und infizieren, die weniger als zwei Meter entfernt sind. Grundsätzlich ist außer Haus immer ein Abstand von mindestens einem Meter zu anderen Personen einzuhalten, andernfalls sollte eine chirurgische Maske oder ein Tuch über Mund und Nase getragen werden.

Es bringt nichts, eine Maske zu tragen, wenn man allein ist oder sich in einem mehr als zwei Meter großen Abstand zu anderen Personen befindet. In so einem Fall würde die Maske nur unnötigerweise abgenutzt.
Auch Tragen von Handschuhen wichtig - einige Regeln

Handschuhe

Auch Handschuhe schützen vor Ansteckung, allerdings müssen auch bei deren Anwendung einige grundlegende, einfach zu handhabende Regeln eingehalten werden. Zudem wird darauf hingewiesen, dass das Tragen von Handschuhen nicht die korrekte Handhygiene ersetzt: Die Hände müssen gründlich und mindestens zwei Minuten lang gewaschen werden.

Einweghandschuhe müssen nach jeder Verschmutzung ersetzt werden, sie müssen nach dem Gebrauch - etwa nach der Rückkehr aus dem Supermarkt - ausgezogen und dürfen nicht wieder verwendet werden.
Unbedingt verwendet werden müssen Handschuhe in bestimmten Berufen, wie etwa vom Reinigungs-, Gastronomie- oder Lebensmittelhandelspersonal. Bei der stationären oder häuslichen Pflege von Kranken sind Handschuhe unerlässlich.

lpa