Dienstag, 24. März 2020

Seniorenheime: 58 Bewohner und 54 Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet

Der Einsatz gegen die Ausbreitung des Coronavirus wirft täglich neue Fragen auf. Offizielle Antworten dazu gaben Vertreter des Landes Südtirol auch in der täglichen „Virtuellen Landesmedienkonferenz“. Am Dienstag standen dabei die Seniorenwohnheime im Fokus. Die Lage sei ernst.

Landeshauptmann Arno Kompatscher,Soziallandesrätin Waltraud Deeg und  Brigitte Waldner, Direktorin des Amtes für Senioren und Sozialsprengellieferten die aktuellsten Zahlen und einen Situationsbericht aus den Südtiroler Seniorenwohnheimen.
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Landeshauptmann Arno Kompatscher,Soziallandesrätin Waltraud Deeg und Brigitte Waldner, Direktorin des Amtes für Senioren und Sozialsprengellieferten die aktuellsten Zahlen und einen Situationsbericht aus den Südtiroler Seniorenwohnheimen.
Landeshauptmann Arno Kompatscher,Soziallandesrätin Waltraud Deeg und Brigitte Waldner, Direktorin des Amtes für Senioren und Sozialsprengel
lieferten die aktuellsten Zahlen und einen Situationsbericht aus den Südtiroler Seniorenwohnheimen informierten, welche Schutzmaßnahmen für Seniorinnen und Senioren ergriffen wurden.

Waldner schildert die Situation in den 77 Südtiroler Seniorenheimen mit 4400 Betten und 4300 Heimbewohnern anhand der aktuellsten Zahlen.

Waldner: „Lage ist ernst“

58 Heimbewohner sind in den 77 Heimen bisher positiv getestet worden, sie werden in den Heimen nach den strengen Richtlinien begleitet, 4 Heimbewohner befinden sich im Krankenhaus. 5 Heimbewohner sind bisher an Covid-19 gestorben, teilte Waldner mit.

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278 Heimbewohner sind isoliert. Dafür braucht es Isolierbetten und Schutzkleidung, die jetzt glücklicherweise ausreichend zur Verfügung steht.

Heim-Mitarbeiter mit Covid-19

Auch Heim-Mitarbeiter sind betroffen. Bisher seien 54 Mitarbeiter in den Heimen positiv auf das Coronavirus getestet worden, weitere 44 befinden sich in Quarantäne.

Die Situation sei dynamisch, die Zahlen können sich stündlich ändern, so Waldner.

Wichtige Koordinierungs- und Unterstützungsarbeit für die Seniorenwohnheime leiste momentan auch ein Krisenstab, in dem Vertreter des Landesamtes, des Verbandes der Seniorenwohnheime, des Bevölkerungsschutzes, des Sanitätsbetriebes und mit Direktoren, Präsidenten und Pflegedienstleitern der Seniorenwohnheime zusammenarbeite.

Die Lage sei ernst, doch werde mit dieser Situation werde bestmöglich umgegangen, auch dank der großartigen Leistung des Personals an allen Stellen, hob Amtsdirektorin Waldner hervor.

Waltraud Deeg: „Wir haben schnell gehandelt“

Im Großteil der Südtiroler Seniorenwohnheime ist die Lage stabil, berichtete Landesrätin Waltraud Deeg bei der Virtuellen Medienkonferenz der Landesregierung. Dies sei unter anderem auf die schnellen und entschiedenen Präventivmaßnahmen zurückzuführen, die bereits Anfang März ergriffen wurden und eine Einschränkung der sozialen Kontakte vorsahen.

„Es handelt sich hier um ein sensibles Umfeld und um Menschen, die wir besonders schützen müssen, darum war es hier wichtig schnell zu handeln“, betonte Deeg. Um das soziale Netz auch in Krisenzeiten aufrecht zu erhalten, brauche es das gesamte breite Feld des Sozialen. Im Hauspflegedienst beispielsweise sind aktuell über 250 Mitarbeiterinnen der insgesamt 339 im Dienst und betreuen über 1650 Menschen.

„Momentan wird in allen Bereichen eine großartige Arbeit geleistet und die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Einrichtungen und Instanzen funktioniert vielleicht so gut wie nie zuvor. Das macht mich sehr optimistisch, dass wir diese Krise trotz allem gut meistern werden“, sagte die Landesrätin.



vs