Dienstag, 17. März 2020

„Der Markt für Schutzausrüstung ist derzeit wie im Krieg“

Landeshauptmann Arno Kompatscher und Sanitätslandesrat Thomas Widmann informierten auch am Dienstag wieder in einer virtuellen Pressekonferenz über die Lage: Für die nächsten 10 Tage sei man im Sanitätsbereich gerüstet, die Bevölkerung muss sich weiter strikt an die Verordnungen halten. Der Markt für Schutzausrüstung sei derzeit wie im Krieg, 2 Lkw mit Schutzausrüstung seien auf dem Weg nach Südtirol gestohlen worden.

LH Arno Kompatscher und LR Thomas Widmann
Badge Local
LH Arno Kompatscher und LR Thomas Widmann
Landeshauptmann Kompatscher appelliert zunächst wieder an die Bevölkerung: Um so schnell wie möglich wieder in die Normalität zurückkehren zu können, müsse sich die Bevölkerung weiter strikt an die Regeln halten. Die positiven Auswirkungen der Maßnahmen werde man nämlich nicht von heute auf morgen sehen, sondern erst in 7 bis 10 Tagen. Ob man dann diese strengen Regeln lockern kann oder nicht, werde man dann entscheiden, so der LH. „Jetzt solle man sich so verhalten, als wäre man infiziert.“ Wenn man etwa zum Einkaufen geht, solle man einen Schal oder einen Mundschutz verwenden. Die Distanz ist zu wahren. „Wenn wir das jetzt gemeinsam durchhalten, gemeinsam diszipliniert sind, kommen wir schnell aus dieser Situation“, so Kompatscher.

Zahlen und Schutzausrüstung

Thomas Widmann liefert anschließend die aktuellen Zahlen zu Covid-19. „Die Anzahl der Infizierten und Todesopfer steigt. Bisher handelt es sich bei den Todesopfern ausschließlich um betagte, vorbelastetet Personen. Die Kurve bleibt in jedem Bereich steil, aber die Maßnahmen greifen, wie gesagt, erst in etwa 7 bis 10 Tagen. Für die nächsten 10 Tage sind wir aber gerüstet.“

„Jeder möchte sich schützen, jeder hat Ängste, aber die Schutzausrüstung ist weltweit knapp“, sagt Sanitätslandesrat Thomas Widmann. Er bittet deshalb um Verständnis, dass strikt rationiert wird. „Wir stehen wie in Kriegszeiten am Markt. 2 Lkw mit Ausrüstung wurden gestohlen, eine weitere Ladung wurde uns von einem Höherbietenden weggekauft. Trotzdem keine Sorge, noch haben wir es in Griff, die Ausrüstung wird für wenige Tage neu sortiert und nach Dringlichkeit verteilt und portioniert. Wir sind schutzmäßig besser ausgerüstet, als es die WHO und auch der Staat fordert.“


vs