Die Eheschließungsrate in Südtirol liegt damit bei 3,9 Hochzeiten je 1000 Einwohner. Der Anteil der standesamtlichen Eheschließungen bleibt mit 76,1 % weiterhin hoch. <BR /><BR />2021 wurden außerdem 20 gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften standesamtlich eingetragen. Ende 2021 schienen in Südtirols Melderegistern insgesamt 909 nichteheliche Lebensgemeinschaften auf.<BR /><BR /><b>48 Prozent der volljährigen Südtiroler sind verheiratet</b><BR /><BR />In Südtirol ist insgesamt fast die Hälfte der volljährigen Personen verehelicht (48,0%). Nach Alter aufgeschlüsselt ergeben sich folgende geschlechtsspezifische Unterschiede: Im Alter zwischen 18 und 39 Jahren sind Frauen häufiger verheiratet als Männer, und zwar 25,6% gegenüber 16,5%. <BR /><BR /><i>Bevor Sie weiterlesen, stimmen Sie ab.</i><BR /><BR /> <div class="embed-box"><div data-pinpoll-id="212182" data-mode="poll"></div></div> <BR /><BR />In der Altersgruppe der 40- bis 64- Jährigen sind 59,9% der Männer und 62,0% der Frauen verheiratet und damit die Unterschiede geringer. Anders ist das bei Personen im höheren Alter. Ab dem 65. Lebensjahr leben 74,3% der Männer in einer Ehe, bei Frauen trifft dies nur mehr auf 47,1% zu. Hauptgrund dafür ist die höhere Lebenserwartung der Frauen mit einem entsprechend größeren Verwitwung-Risiko.<BR /><BR /><b>Am meisten Hochzeiten 2021 im September</b><BR /><BR />Die Hochzeiten nahmen 2021 im Vergleich zum Vorjahr in fast allen Monaten zu, mit Ausnahme von Januar (-37,9%), Februar (-59,9%), August (-9,7%) und Oktober (-28,5%). Die meisten Ehen werden im<BR />September (345) geschlossen, gefolgt von den beiden<BR />Sommermonaten Juni (315) und Juli (311). <BR /><BR /><b>Über staatlichem Durchschnitt</b><BR /><BR />Im interregionalen Vergleich liegt Südtirol deutlich über dem gesamtstaatlichen Mittelwert von 3,0 pro Tausend und wird nur von den drei süditalienischen Regionen Kalabrien (4,3‰) Sizilien (4,2‰) und Kampanien (4,1‰), übertroffen (Schätzung, ISTAT 2021).<BR /><BR />In Bezug auf die Europaregion liegt Südtirols Eheschließungsrate im Mittelfeld zwischen jener des benachbarten Bundeslandes Tirol (4,8‰) und dem Trentino, wo sie lediglich 2,4‰ ausmacht (Quelle:<BR />ISTAT, Statistik Austria).<BR /><BR /><b>Zahl der Zweitehen ging zurück</b><BR /><BR />Während der beiden Pandemiejahre (2020 und 2021) ging die Zahl der Zweithochzeiten, nach einer Phase des kontinuierlichen Wachstums, deutlich zurück. Im Bezugsjahr beträgt ihr Anteil nur mehr 20,9%, was einem Rückgang von 3,5 Prozentpunkten im Vergleich zu 2019 (24,4%) entspricht. Fünfzehn Jahre zuvor lag dieser Anteil bei 15,3%.<BR /><BR />Es sind überwiegend geschiedene Personen, die ein weiteres Mal heiraten: Bei 32,6% der Zweitehen ist der Mann geschieden und die Frau ledig und in 31,0% der Fälle ist es umgekehrt, während bei 29,0% der Wiederverheirateten beide Partner schon eine Scheidung hinter sich haben. Die Quote der Witwer und Witwen, die sich noch einmal trauten, ist viel niedriger und liegt bei 7,4%.<BR /><BR />„Männer tendieren bis ins hohe Alter, nach dem Tod der Partnerin oder einer Scheidung, wieder zu heiraten, während Frauen eine Zweitehe vorwiegend zwischen 50 und 59 Jahren eingehen“, heißt es vom Landestatistikinstitut ASTAT. <BR /><BR /><BR /><BR /><BR />