Freitag, 22. Mai 2020

„Sommerlager fallen aus, Jungschar aber nicht!“

Aufgrund der Corona-Pandemie und den Schutzmaßnahmen finden dieses Jahr keine Sommerlager der Katholischen Jungschar Südtirols in traditioneller Form statt. Die Vereinsleitung der Jungschar hat entschieden, dass keine Sommerlager mit Übernachtungen erlaubt sind und betont dabei die Verantwortung gegenüber den Kindern und der Gesellschaft. Die Gruppen werden animiert stattdessen Tagesaktionen anzubieten.

Die Vereinsleitung der Jungschar hat nach reiflicher Überlegung entschieden, dass diesen Sommer keine Ferienlager stattfinden werden.
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Die Vereinsleitung der Jungschar hat nach reiflicher Überlegung entschieden, dass diesen Sommer keine Ferienlager stattfinden werden. - Foto: © KJS
Die Sommerlager sind jedes Jahr für die Kinder und Ehrenamtlichen der Jungschar- und Minigruppen ein absoluter Höhepunkt. Die Freude ist jedes Jahr groß, zusammen ein paar Tage in einer Hütte oder in Zelten zu verbringen. Dieses Jahr können die Lager leider nicht in traditioneller Form, also auf einer Hütte, mit vielen Kindern und mit Übernachtungen, stattfinden.

Die Vereinsleitung der Jungschar hat nach reiflicher Überlegung entschieden, dass Übernachtungen diesen Sommer nicht erlaubt sind. Diese Entscheidung kann bei einigen Eltern und Ehrenamtlichen zu Unverständnis führen.

„Auch wir finden es sehr schade, dass die Kinder diesen Sommer darauf verzichten müssen, jedoch war die Entscheidung aus verschiedenen Gründen richtig“, so Alexandra Felderer, 3. Vorsitzende der Jungschar.



Die aktuelle Gesetzeslage mit Stand von heute sieht es vor, dass bei der Betreuung von Kinder ab sechs Jahren eine Anzahl von nur sechs Kindern erlaubt sind. Sollten mehrere solcher Kleingruppen parallel betreut werden, dürfen diese keinen Kontakt zueinander haben und das ist in den Strukturen, in denen die Sommerlager der Jungschar- und Minigruppen stattfinden, nicht möglich. Zudem gibt es sehr strenge Hygienevorschriften und Schutzmaßnahmen, die unbedingt einzuhalten sind.

Verantwortung für Freiwillige nicht zumutbar

Die Sommerlager werden von ehrenamtlichen Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern organisiert, die ihre Freizeit für das Lager verwenden. Sie müssten sich gut auf das Lager vorbereiten, die Vorschriften sehr genau befolgen und die Einhaltung kontrollieren. „Wir möchten unseren Gruppenleiterinnen und Gruppenleitern diese Verantwortung nicht zumuten und die Gesundheit aller schützen. Auch die Kinder könnten das Lager nicht so erleben wie üblich, da sie sich an die Auflagen halten müssen und diese den Lager-Alltag einschränken. Aus diesen Gründen wird es heuer keine Sommerlager mit Übernachtung geben. Sommerlager fallen aus, Jungschar aber nicht“, erklärt Felderer.


Die Gruppen können in der eigenen Gemeinde Tagesaktionen für die Jungschar- und Minikinder organisieren, wenn sie sich darüber hinaussehen und die Einhaltung der Vorschriften vor Ort möglich ist.

Sich sehen, sich unterhalten, gemeinsame Abenteuer, Gemeinschaft und den Glauben zu erleben, all das ist wieder erlaubt, unter Einhaltung der Vorschriften. Das soziale Miteinander ist vor allem auch für die Kinder wichtig und zu fördern. Dies kann eben auch bei Aktionen ohne Übernachtung stattfinden. Dafür hat die Jungschar den Ortsgruppen ein ausführliches Infopaket zukommen lassen, in welchem alle Auflagen sowie Ideen für Aktionen beschrieben sind.

stol