Fast ein halbes Jahr nach dem Unfall kam Beritan Cankaya zu Rohit Arora, Direktor der Innsbrucker Uni-Klinik für Orthopädie und Traumatologie. 5 Operationen in Innsbruck folgten, der längste Eingriff dauerte 15 Stunden. <h3> Wadenbein aus dem Unterschenkel entnommen und in den Oberschenkel verpflanzt</h3>In diesem mit Dolores Wolfram-Raunicher, Oberärztin und Professorin an der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie in Innsbruck, geplanten Eingriff wurde versucht, infizierte und abgestorbene Knochenteile zu entfernen und über einen Knochentransport den fehlenden Knochen zu ersetzen. Das führte allerdings nicht zum erwartenden Erfolg. In der letzten Operation wurde dann das Wadenbein aus dem Unterschenkel entnommen und in den Oberschenkel verpflanzt.<h3> Gefäße des Wadenbeins an eine Arterie und Vene am Oberschenkel mittels Mikroskop angeschlossen</h3> Hierzu wurden die Gefäße des Wadenbeins an eine Arterie und Vene am Oberschenkel mittels Mikroskop angeschlossen. „Im Grunde wurde der Oberschenkel wieder neu zusammengesetzt. Ein Eingriff, der an unseren Kliniken kein alltäglicher ist. <BR /><BR />Umso bewegender ist es, dass die OP so erfolgreich verlaufen ist “, so Wolfram-Raunicher. Arora erklärte: „So etwas schafft man nicht im Alleingang. Hinter jeder Operateurin und hinter jedem Operateur steht ein hochprofessionelles Team. Da sitzt jeder Handgriff. Jede und jeder weiß was zu tun ist.“<BR /><BR />Nun kann Beritan Cankaya sein Bein wieder voll belasten und wird ein normales Leben führen können.