Sonntag, 13. Oktober 2019

Stadtrat bespricht Fahrverbot für Lkws

Nach dem schweren Unfall am Donnerstagmorgen am Bozner Mazziniplatz, bei dem eine Radfahrerin von einem Lkw erfasst wurde, wurden umgehend Konsequenzen gezogen. Das beschlossene Fahrverbot für Lkws in den Morgenstunden trifft aber auch auf Gegenwind.

Nach dem Unfall am Mazziniplatz soll ein Fahrverbot für Lkw am Montag in Kraft treten.
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Nach dem Unfall am Mazziniplatz soll ein Fahrverbot für Lkw am Montag in Kraft treten. - Foto: © Paolo Acero

Schon am Freitag hatte die Bozner Gemeindeverwaltung das Fahrverbot zwischen 7.30 und 9 Uhr für den Schwerverkehr ab Montag, 14. Oktober, beschlossen. Auch wurde die Überarbeitung des Ampelsystems geplant.

Das Fahrverbot wird am Montag nochmals im Stadtrat besprochen. Es soll dann im gesamten Innenstadtbereich von Bozen gelten, mit Ausnahme vom Bozner Boden und der Gewerbezone Bozen-Süd. „In dieser Zeit gehen die meisten Personen zur Arbeit und zur Schule“, fügt Mobilitätsstadträtin Marialaura Lorenzini hinzu.

Diese Verordnung solle aufrecht erhalten bleiben, bis die lang ersehnte Umfahrung stehe. „Auch wenn diesbezüglich die Planungen sehr gut verlaufen, so wird es doch noch 5 bis 7 Jahren dauern, bis wir mit einer Entlastung rechnen können“, sagt Lorenzini.

Kritik am Fahrverbot

Gegenwind für das erlassene Fahrverbot bekommt die Gemeindeverwaltung von Seiten des Landesverbandes der Handwerker lvh und der Handwerkervereinigung CNA-SHV.

„Es können nicht Lösungen zu Lasten der Wirtschaft gesucht werden“, schreibt CNA-SHV in einer Aussendung. Weitaus sinnvoller sei eine bessere Koordinierung der Baustellen der Stadt und „mehr Kontrollen von Seiten der Gemeindepolizei und der Freiwilligen an den als gefährlich erachteten Kreuzungen.“

Ampelsystem überarbeiten

Um beispielsweise die Kreuzungen am Mazziniplatz sicherer zu gestalten, soll das Ampelsystem überarbeitet werden, sagt dazu Lorenzini.

Diverse Vorschläge betreffen einerseits die Anzeige der Ampeln sowie andererseits die Zeitintervalle. „Diese Maßnahmen müssen jedoch vom Verkehrsministerium genehmigt werden,“ erklärt die Stadträtin.

kd