Dienstag, 24. März 2020

Südtiroler Intensivpatienten werden in Österreich behandelt

Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher und sein Amtskollege aus dem Bundesland Tirol, Günther Platter, haben in einer gemeinsamen virtuellen Pressekonferenz am Dienstag den Zusammenhalt beschworen. Unter anderem nimmt das Land Tirol 5 Intensivpatienten aus Südtirol bei sich auf. In Südtirol könne es in Sachen Intensivbetreuung zu „Engpässen“ kommen.

Landeshauptmann Arno Kopmatscher meldete sich aus Bozen zu Wort.
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Landeshauptmann Arno Kopmatscher meldete sich aus Bozen zu Wort. - Foto: © screenshot facebook/Land Tirol
Die Zusammenarbeit sei ausgezeichnet, betonte Platter, der sich via Videokonferenz aus Nordtirol meldete. Nicht nur in guten Zeiten, sondern auch in solchen Krisenzeiten halten das Bundesland Tirol und Südtirol zusammen, unterstrich Platter. „Und das ist die größte Krise seit dem 2. Weltkrieg“, stellte er fest.

Das Bundesland Tirol und Südtirol seien im selben Maß von der Krise betroffen, lediglich der Zeitablauf unterscheide sich. In Tirol habe man im Vergleich zu anderen österreichischen Bundesländern früh rigorose Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gesetzt. „Heute sieht man, dass es dringend notwendig war“, erklärte Platter. Die ein oder andere Maßnahme hätte man laut Platter im Nachhinein betrachtet noch früher durchsetzen müssen.

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Intensivmedizin: „Engpässe“ in Südtirol

„Wir helfen uns gegenseitig“, betonte Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher, der sich aus Bozen meldete. Das Bundesland Tirol unterstütze Südtirol mit der Betreuung von Intensivpatienten. Hierbei komme es in Südtirol langsam „zu Engpässen“, erklärte Kompatscher. 5 Südtiroler Patienten werden demnach in Österreich untergebracht. 3 Patienten werden in Lienz aufgenommen, 2 in Innsbruck.

Die gute Zusammenarbeit zeige sich unter anderem auch an den am Dienstag in Bozen eingetroffenen Schutzanzügen und Masken (siehe eigenen Bericht). Der Transfer nach Italien sei schwierig gewesen. „Hier hat uns die österreichische Bundesregierung in großartiger Weise geholfen“, lobte Kompatscher. Insgesamt gingen unter anderem 15 Millionen Schutzmasken nach Italien. Da eine Lieferung für das Bundesland Tirol etwas später ankomme, werden derweil rund 300.000 Masken und 3000 Schutzanzüge aus Südtirol für Nord- und Osttirol zur Verfügung gestellt , so Kompatscher.

Auch in Südtirol steige genauso wie im Bundesland Tirol die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen. Mittlerweile seien in Südtirol 789 Personen positiv auf das Virus getestet worden, 48 Patienten seien in Intensivbetreuung, zudem gebe es 44 Todesfälle zu verzeichnen, nannte Kompatscher einige aktuelle Sachen.


Alle Artikel sowie die Übersichtskarten der Lage in Südtirol, in Italien und weltweit mit allen aktuellen Zahlen in Sachen Coronavirus finden Sie hier.

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