Mittwoch, 14. April 2021

Südtirols Meldestrategie: Keine Auswirkung auf Einstufung des Landes

„Die Einstufung Südtirols als rote Zone hat nichts mit der Meldepraxis des Südtiroler Sanitätsbetriebes zu tun. Die Fakten belegen dies eindeutig“, stellt der Südtiroler Sanitätsbetrieb in einer Aussendung klar.

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb weißt die Kritik an seiner Meldestrategie aufs Schärfste zurück.
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Der Südtiroler Sanitätsbetrieb weißt die Kritik an seiner Meldestrategie aufs Schärfste zurück. - Foto: © APA/dpa / Tom Weller
Der Südtiroler Sanitätsbetrieb weist Medienberichte, wonach die Einstufung des Landes als „rote Zone“ in Italien bzw. als „Hochrisikogebiet auf EU-Ebene“ mit der Meldepraxis des Betriebes Richtung Rom zusammenhänge aufs Schärfste zurück.

Dies sei anhand von Fakten eindeutig nachweisbar. „Die 14-Tage-Inzidenz war in den zur Rede stehenden Monaten allein schon aufgrund der PCR-Ergebnisse – ohne Antigentest-Ergebnisse – zu hoch: Seit 10. Jänner lag diese beispielsweise bei über 500, wobei die EU-Einstufungsgrenze für dunkelrot zu jenem Zeitpunkt bei 500 positiven Testergebnissen pro Tag lag“, heißt es in einer Klarstellung des Sanitätsbetriebes.

In Italien erfolge die Einstufung einer Region bzw. Provinz in eine bestimmte Risikozone nicht aufgrund eines einzigen Indikators, sondern indem über 20 Indikatoren begutachtet und bewertet werden, erklärt der Sanitätsbetrieb. Bei der Einstufung auf Ebene des Staates habe insbesondere der Druck auf die Krankenhäuser und das Gesundheitswesen des Landes eine Rolle gespielt.

„Die einzige Alternative wäre gewesen, weniger zu testen“, so Generaldirektor Florian Zerzer. „Aber diese Strategie hat insgesamt keinen Sinn, denn wenn wir weniger getestet hätten, wären die Infektionen über einen längeren Zeitraum höher und das Infektionsgeschehen noch viel schwerer einzugrenzen gewesen.“

Nachdem die Antigentest-Ergebnisse ohnehin zu einem großen Teil durch PCR-Tests bestätigt werden (sogar nach 10 Tagen Infektion), habe die mitgeteilte Änderung der Meldemodalität keine wesentliche Auswirkung.

Zuletzt hatte der HGV eine Klarstellung gefordert, ob die Corona-Zahlen in Südtirol durch die Meldung der Antigen-Tests in die Höhe getrieben wurden.

stol/sabes

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