Die Beamten überraschten den Mann. Er versuchte, sich unter dem Bett zu verstecken. Sofort wurde er festgenommen. In der Polizeiwache stellte sich heraus, dass es sich um einen 55-jährigen vorbestraften Mann aus Venetien handelte. Aufgrund der Schwere des Vorfalls und seines Verhaltens wurde er wegen der Verletzung des Annäherungs- und Kontaktverbots verhaftet.<BR /><BR />Auf die Frage, warum er trotz des gerichtlichen Verbots nach Bozen zurückgekehrt sei, konnte der Mann keine plausiblen Erklärungen liefern.<h3> Sartori: „An Ursachen arbeiten“</h3>Quästor Paolo Sartori erließ deshalb gegen den Mann eine Aufenthaltsverbotsverfügung. „Auch in unserem Land erleben wir täglich eine regelrechte Notlage, bei der schutzbedürftige Menschen, oft Frauen, ältere Menschen und Kinder, der Gewalt von Familienmitgliedern oder nahestehenden Personen ausgeliefert sind“, sagt Sartori. „Es ist offensichtlich, dass Polizeieinsätze notwendig sind und in schwerwiegenden Fällen unerlässlich, um die Auswirkungen zu beseitigen und zu verhindern, dass bestimmte Situationen in Tragödien enden.“<BR /><BR />Es müsse jedoch an den Ursachen gearbeitet werden, indem Synergien mit Institutionen und Organisationen geschaffen werden, die sich mit diesen Phänomenen befassen. Strukturelle Maßnahmen seien erforderlich, um auf kultureller, sozialer und familiärer Ebene zu wirken. „Ziel ist es, den Tätern die absolute Verwerflichkeit ihres Verhaltens und den Opfern die Notwendigkeit einer sofortigen Anzeige jeder auch nur potenziell problematischen Situation zu verdeutlichen“, so Sartori.