Die Kinderarmut in Italien hat einen traurigen neuen Rekordwert erreicht. 26,7 Prozent aller Kinder unter 6 Jahren in Italien leben in Familien, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des italienweiten Durchschnittseinkommens entspricht und sind damit von Armut bedroht. <BR /><BR />Noch nie seit dem Jahr 1995 war die Kinderarmut in Italien derart hoch gewesen. Diese alarmierenden Daten gehen aus einer Erhebung von Eurostat hervor.<BR /><BR />Das Statistische Amt der Europäischen Union verzeichnet damit einen Anstieg bei der Kinderarmut in Italien von knapp 3 Prozent im Vergleich zum Jahr 2020: Damals lebten rund 660.000 Kinder an der Armutsgrenze – im Jahr 2022 sind es 7000 mehr.<BR /><BR />Diese Zahl wird auch durch die Tatsache beeinflusst, dass die Bevölkerung in dieser Altersgruppe geschrumpft ist. Würde man auch die von sozialer Ausgrenzung bedrohten Haushalte in die Statistik aufnehmen, so würde der Prozentsatz der unter 6-Jährigen, die sich in einer schwierigen Situation befinden, auf 31,6 Prozent ansteigen - 5 Punkte über den 27 Prozent im Jahr 2020. <BR /><BR />Laut Daten des italienischen Statistikinstitutes Istat lebten im vergangenen Jahr 7,5 Prozent der Familien in Italien in Armut. Das entspricht mit 5,6 Millionen Personen 9,4 Prozent der italienischen Gesamtbevölkerung.