Montag, 05. Juli 2021

Unterirdische Rettungsaktion: Höhlenerkunder steckt fest

Eine Höhlenrettungsaktion hält Friaul-Julisch Venetien in Atem: Ein junger Höhlenerkunder aus der Nähe von Pordenone war am Sonntag zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder auf 2000 Metern Höhe in eine Höhle in der Gegend der Gemeinde Cimolais geklettert. Im unterirdischen Tunnelgeflecht der „Buca Mongana“ stürzte er: Selbst schaffte er es nicht mehr ins Freie. Vater und Bruder schlugen Alarm.

Nur langsam gelingt es den Rettern, zum Verunglückten vorzudringen.
Nur langsam gelingt es den Rettern, zum Verunglückten vorzudringen. - Foto: © Corpo Nazionale Soccorso Alpino e Speleologico - CNSAS
Inzwischen ist der 22-Jährige stabilisiert worden. Sein Vater ist bei ihm; sein Bruder hingegen wurde ins Tal gebracht. Die 3 stammen aus Roveredo in Piano (Pordenone) und waren mit Erkundungsarbeiten beschäftigt.

Die Retter haben damit begonnen, einige Felsen zu entfernen, damit sie den Verletzten mit der Bahre erreichen. Wenn sie in diesem Tempo weiterarbeiten, soll die Lücke bis zum Dienstag groß genug sein. Wegen schlechten Wetters und Kälte haben alle die Nacht in der Höhle verbracht.

Die ersten Rettungsteams des Alpinen Rettungsdienstes Friaul-Julisch Venetien der Station Valcellina sind bereits am Sonntag spätabends ins Tal zurückgekehrt. Sie sind von 6 Höhlenrettern des Bergrettungsdienstes von Friaul-Julisch-Venetien abgelöst worden, darunter ein Höhlenrettungstaucher, 4 Techniker aus Venetien und 2 aus dem Trentino. Weitere spezialisierte Verstärkungen treffen auch aus der Lombardei und dem Trentino ein.

ansa/kn