Freitag, 20. November 2020

Verantwortliche zufrieden: „So etwas hat Südtirol noch nicht gesehen“

11.000 Getestete pro Stunde, bis zum Freitagnachmittag mehr als 82.000: Dieses Zwischenfazit ziehen die Verantwortlichen der landesweiten Massentest-Aktion. „So viele hätten wir uns nicht erwartet“, sagt Gesundheitslandesrat Thomas Wimann zufrieden.

Ein kurzer Stups in die Nase und schon ist es geschafft: Innerhalb eines Tages sollen die Getesteten ihr Ergebnis erfahren, sagte Landesrat Thomas Widmann am Freitagnachmittag.
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Ein kurzer Stups in die Nase und schon ist es geschafft: Innerhalb eines Tages sollen die Getesteten ihr Ergebnis erfahren, sagte Landesrat Thomas Widmann am Freitagnachmittag. - Foto: © DLife
Es liege auch am enormen Zuspruch, dass viele Test-Teilnehmer nach wie vor auf ihr Ergebnis warteten. „Innerhalb eines Tages wird aber auf jeden Fall die Information gegeben, ob man positiv oder negativ ist“, versichert Widmann.

Besonders erfreulich für Patrick Franzoni, Projektleiter von „Südtirol testet“: „Sehr viele Familien sind gemeinsam zum Test gekommen. Das ist super. Sonst bestünde immer das Risiko, dass Asymptomatische nicht erfasst werden.“

Startschwierigkeiten waren bald ausgeräumt

Andreas Schatzer, der Präsident des Südtiroler Gemeindenverbandes, bestätigt: „In den meisten Gemeinden läuft es jetzt sehr gut, wenn es auch einige kleine Startschwierigkeiten gegeben hat.“

Besonders reibungslos sei die Aktion in jenen Gemeinden angelaufen, die über ein elektronisches Anmeldesystem verfügten, sagte Schatzer.

Bei einem Projekt dieses Ausmaßes seien Schwierigkeiten natürlich immer möglich: „Der Ansturm in der Früh war in größeren Gemeinden relativ groß, sodass es zu kleinen Menschenansammlungen gekommen ist“, räumte er ein. Schwierigkeiten habe auch bereitet, dass manche Testwillige ohne Mailadresse oder Handynummer zum Test erschienen seien. In einigen Gemeinden sei gar Personal kurzfristig ausgefallen, weil selbst positiv getestet.

Im Großen und Ganzen sei die Herkulesaufgabe aber gut gemeistert worden. Dafür gebühre allen, die mitgeholfen haben und auch in den kommenden Tagen mithelfen werden, großer Dank.

In Bozen bereits um 7 Uhr Wartende vor den Lokalen

Aus der Landeshauptstadt berichtete Vizebürgermeister Luis Walcher: „Um 7 Uhr sind bereits Personen vor den Lokalen angestanden. Es war ein regelrechter Ansturm. Wir waren aber imstande, bis zum Vormittag alles abzuarbeiten.“

So etwas habe Südtirol noch nicht gesehen, meinte er. „Letzte Nacht haben wir bis 3 Uhr die Teststraßen aufgebaut. Um 7 Uhr haben wir mit der Arbeit begonnen.“ Dass der Start etwas holprig gewesen sei, rühre auch daher. „Aber es hat überall funktioniert und wir haben viel positives Feedback bekommen. Sehr viele haben Großes geleistet.“

Aufruf, am Test teilzunehmen

Auch morgen und am Sonntag kann man sich noch testen lassen. „Gehen Sie hin, wir wollen gemeinsam gegen Corona ankämpfen“, mahnte Widmann.

Luis Walcher hatte noch eine sehr konkrete Bitte an die Bürger: „Wir erwarten besonders am späten Samstagvormittag viele Menschen an den Teststationen. Wenn möglich, weichen Sie bitte auf die Morgenstunden oder den späteren Nachmittag aus, um Staus zu vermeiden.“

kn

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