Mittwoch, 01. April 2020

Was im Freien erlaubt ist – und was nicht

Das italienische Innenministerium hat am Dienstag in einem Rundschreiben an die Präfekten und Regierungskommissäre Details hinsichtlich der Aufenthalte im Freien während der Coronavirus-Krise präzisiert. Freizeitaktivitäten im Freien sind demnach weiterhin verboten. Die Maßnahmen gelten auch für Südtirol.

Nur ein Elternteil darf mit dem Kind rausgehen. Erlaubt ist es etwa, dieses zum Einkaufen oder andere notwendige Dinge mitzunehmen.
Badge Local
Nur ein Elternteil darf mit dem Kind rausgehen. Erlaubt ist es etwa, dieses zum Einkaufen oder andere notwendige Dinge mitzunehmen. - Foto: © shutterstock
In dem Rundschreiben des Innenministeriums wird erklärt, dass jeweils nur ein Elternteil mit den (minderjährigen) Kindern unterwegs sein darf und dabei in der Nähe des eigenen Zuhauses bleiben muss. Entfernungen von zuhause sind nur aus gesundheitlichen oder anderen notwendigen Gründen möglich. Spaziergänge mit Kindern seien somit nicht erlaubt, präzisierte unter anderem Ministerpräsident Giuseppe Conte am Mittwochabend.

Personen, die zusammen in einer Wohneinheit mit familienähnlichem Charakter - wie etwa in Betreuungseinrichtungen oder im Kinderdorf - untergebracht sind, können auch im Freien gemeinsam unterwegs sein. In diesem Zusammenhang wird betont, dass Personen, die eine solche Einrichtung als Außenstehende betreten (Sozialarbeiter, Lieferanten, Familienangehörige), die geltenden Bestimmungen wie die Abstandsregelung und die Verwendung von Schutzmasken und Handschuhen einhalten müssen.

Freizeitaktivitäten im Freien nicht erlaubt!

In dem Rundschreiben wird auch daran erinnert, dass Freizeit- und Erholungsaktivitäten im Freien derzeit nicht erlaubt und die Zugänge zu öffentlichen Parkanlagen und Spielplätzen gesperrt sind. Spezifiziert wird, dass Bewegung und sportliche Betätigungen außerhalb der eigenen vier Wände erlaubt sind, sofern sie alleine und im näheren Umkreis der eigenen Wohnung erfolgen.

Aus der eigenen Wohnung entfernen darf sich auch, wer ältere oder behinderte Menschen betreut, falls eine Betreuung erforderlich ist.

Abschließend wird darauf hingewiesen, dass für alle Aufenthalte im Freien ein Verbot von Menschenansammlungen gilt und in jedem Fall ein Mindestabstand von einem Meter zu anderen Personen eingehalten werden muss.

Alle Artikel sowie die Übersichtskarten der Lage in Südtirol, in Italien und weltweit mit allen aktuellen Zahlen in Sachen Coronavirus finden Sie hier.

stol/lpa

Schlagwörter: