Montag, 11. Mai 2020

Weißes Kreuz beendet landesweiten Einkaufsdienst

Vor rund 2 Monaten hat der Landesrettungsverein Weißes Kreuz einen landesweiten Einkaufsdienst aus der Taufe gehoben. Nun wird der Dienst mit einer durchaus positiven Bilanz und wertvollen Erfahrungen vorerst beendet. Für zukünftige Notsituationen kann der Dienst jederzeit wieder aktiviert werden.

Täglich standen zahlreiche Freiwillige des Weißen Kreuzes im Einsatz, um für kranke, alte und alleinstehende Personen den Einkauf zu erledigen.
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Täglich standen zahlreiche Freiwillige des Weißen Kreuzes im Einsatz, um für kranke, alte und alleinstehende Personen den Einkauf zu erledigen. - Foto: © WK
Insgesamt wurden 1455 Einkäufe für kranke, alte und alleinstehende Personen erledigt.

Dabei waren 155 freiwillige Mitarbeiter im Einsatz und haben insgesamt über 2205 ehrenamtliche Stunden abgeleistet.

Ziel des Hilfsangebotes war es, die bestehenden lokalen Einkaufsdienste zu ergänzen und eine landesweite Anlaufstelle in Notsituationen zu schaffen.

Über eine zentrale Rufnummer konnte der Einkauf vorgemerkt werden, spätestens am Folgetag wurde die Ware zugestellt. Angenommen wurde der Dienst gern und häufig: bis zu 80 Einkäufe wurden an Spitzentagen abgewickelt, je zur Hälfte handelte es sich dabei um Lebensmittel und um Medikamente.



Durchgeführt wurden die Dienste dabei ausnahmslos von freiwilligen Helfern in allen 32 Sektionen im Land. Der kapillare Aufbau und die guten Ortskenntnisse der Mitarbeiter vor Ort stellten sich dabei als großer Vorteil heraus.

„Die Aktivierung dieses Dienstes war für uns ein besonderes Zeichen der Solidarität mit der Bevölkerung. Dass das Angebot letzten Endes so gut angenommen wurde, bestätigt die Notwendigkeit“, erklärt Präsidentin Barbara Siri.

Nach Aufhebung der Ausgangssperre und deutlichem Rückgang in der Nachfrage am Einkaufsdienst, hat sich die Vereinsführung nun dazu entschieden, den Dienst vorerst zu beenden. „Der Einkaufsdienst wird aber nicht gänzlich aufgegeben, sondern nur stillgelegt“, betont Direktor Ivo Bonamico.

„Sollte es erneut zu einer Zuspitzung der Situation kommen, werden wir den Dienst binnen 24 Stunden wieder hochfahren“, erklärt Bonamico.

liz