Donnerstag, 05. März 2020

Zugbegleiterin geschlagen

2 ungute Vorfälle ereigneten sich Mittwoch in 2 verschiedenen Garnituren der Pustertalbahn. Dabei wurde eine Zugbegleiterin verletzt.

Bei einer Kontrolle kam es zum bedenklichen Vorfall.
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Bei einer Kontrolle kam es zum bedenklichen Vorfall. - Foto: © STA/Bramezza
Zum 1. Vorfall kam es gegen 8.15 Uhr bei Ehrenburg. Dort sorgte ein Passagier im Zug für eine knapp viertelstündige Unterbrechung des Bahnverkehrs. Wie SAD-Direktor Maurizio Chiusa erklärt, sei der Einsatz der Sicherheitskräfte notwendig geworden. Es habe aber keine Aggression vonseiten des Passagiers gegen andere Passagiere oder Mitarbeiter der SAD gegeben.

Ganz anders dann am Nachmittag: Der Regionalzug der SAD 1865 mit Abfahrt um 13.50 Uhr in Franzensfeste war kurz vor dem Bahnhof Mühlbach, als die Zugbegleiterin die Fahrkarten kontrollierte.

Ein männlicher Fahrgast hatte keinen Fahrschein und zeigte nach Aussagen von Zeugen auch keinen Willen, einen solchen zu lösen. Am Bahnhof Mühlbach stiegen die Zugbegleiterin und der Fahrgast aus. Die Zugbegleiterin erklärte dem Mann, dass sie ihm die für solche Vergehen vorgesehene Verwaltungsstrafe ausstellen müsse.

Die Folge war, dass der Mann verbal gegen die Frau ausfällig wurde, sie bedrängte, den von ihr ausgestellten Bescheid zerriss und provozierend vom Wind wegblasen ließ.

Ein Fahrgast aus dem Zug versuchte den Mann zu beschwichtigen und die Frau in Schutz zu nehmen. Der Mann – er sprach hauptsächlich Italienisch und hatte ein europäisches Aussehen – schien einen Moment darauf einzugehen, ließ kurz von der Frau ab, doch als diese das Zeichen zum Schließen der Schiebetür der Zuggarnitur gab, versetzte er ihr unvermittelt einen heftigen Faustschlag ins Gesicht, so dass sie sich eine blutende Wunde oberhalb des Auges zuzog.

Geschockt, aber mit Professionalität, versah die Frau weiterhin ihren Dienst bis nach Bruneck. Dort konnten Passagiere sie überreden, sich in die Notaufnahme zu begeben und den Vorfall den Carabinieri zur Anzeige zu bringen.

SAD-Direktor Chiusa zeigt sich ob der beiden Vorfälle besorgt: „Es sind leider keine Einzelfälle mehr.“

d