Montag, 04. Mai 2020

„Covid-19 und ich“: Neue Aktion des Südtiroler Jugendrings und STOL

Der Südtiroler Jugendring (SJR) startet gemeinsam mit STOL am morgigen Dienstag die Aktion „Covid-19 und ich: Junge Menschen kommen zur Wort“. Worum es geht, erklärt SJR-Vorsitzende Tanja Rainer im Interview.

Wie ergeht es den Jugendlichen in Zeiten von Corona? Der Südtiroler Jugendring und STOL lassen die jungen Menschen zu Wort kommen.
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Wie ergeht es den Jugendlichen in Zeiten von Corona? Der Südtiroler Jugendring und STOL lassen die jungen Menschen zu Wort kommen. - Foto: © shutterstock
STOL: Frau Rainer, warum hat der Südtiroler Jugendring diese Aktion ins Leben gerufen?

Tanja Rainer: Corona ist auch für junge Menschen ein großes, bestimmendes Thema – und sie haben eine Meinungen dazu, die gehört werden sollte. In der aktuellen Diskussion vermisse ich die Perspektive der Kinder und Jugendlichen. Alle angedachten Maßnahmen, die auch Kinder und Jugendliche betreffen, werden fast ausschließlich aus der Perspektive der Erwachsenen betrachtet.

Mit dieser Aktion geben wir den jungen Menschen die Möglichkeit, ihre Meinung kundzutun und von ihren Erfahrungen zu berichten. Natürlich haben wir auch die Hoffnung, dass sie gehört werden.


STOL: Daher auch der Name „Covid-19 und ich: Junge Menschen kommen zu Wort“.

Rainer: Ja, genau. Im Rahmen dieser Aktion des Südtiroler Jugendrings und STOL kommt jede Woche, immer Dienstags, ein junger Mensch zu Wort, der zum Thema „Corona“ seine Wünsche an die Politik äußert oder von seinen Erfahrungen berichtet.

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STOL: Wer kann bei dieser Aktion mitmachen?

Rainer: Alle jungen Menschen, die in Südtirol leben. Es kann mittels eines schriftlichen Statements und/oder auch in Form eines Videos zu den Corona-Herausforderungen Stellung bezogen werden. Jugendlichen wird so die Möglichkeit gegeben, den Entscheidungsträgern mitzuteilen, wie sie die Dinge sehen. Alternativ können die Jugendlichen auch aus ihrem Corona-Alltag berichten, uns daher eine Art „Erfahrungsbericht“ senden. Der Erfahrungsbericht kann im Unterschied zum Statement nur in schriftlicher Form – und nicht als Video – gemacht werden.

STOL: Ein Erfahrungsbericht also zum Beispiel darüber, wie Schule oder Universität zu Hause erlebt wird, oder wie „Online-Treffen“ mit Freunden „echte“ soziale Kontakte ersetzen, oder wie ein Lehrling plötzlich vor ganz anderen Herausforderungen steht.

Rainer: Genau, der Erfahrungsbericht gibt uns die Möglichkeit, zu verstehen, wie Corona das Leben von jungen Menschen beeinflusst hat. Das Statement im Unterschied dazu gibt uns die Möglichkeit, zu erfahren, was junge Menschen anders regeln würden – oder auch genau so, was sie richtig finden, was falsch. Beides dient dazu, unsere Perspektive auf diese Krise um den Blickwinkel der jungen Menschen zu erweitern.

STOL: Und wie wird mitgemacht?

Rainer: Es ist einfach eine E-Mail mit dem Text und/oder ein Video sowie Angaben zur Person (Name, Alter, Gemeinde und eventuell ein Foto) zu schicken.

Nähere Bedingungen finden sich auf www.jugendring.it. Wir hoffen auf alle Fälle, dass möglichst viele junge Menschen mitmachen, um uns ihre Meinung und ihre Erfahrungen mitzuteilen.

stol