Donnerstag, 13. August 2020

Schuljahr 2020/2021: Die wichtigsten Fakten zum Start im Herbst

Am 7. September beginnt in Südtirol wieder der Unterricht – aber wie? Das Deutsche Schulamt hat die am häufigsten gestellten Fragen samt Antworten zusammengefasst.

Das Deutsche Schulamt hat einige Grundsätze für das Schuljahr 2020/21 festgelegt.
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Das Deutsche Schulamt hat einige Grundsätze für das Schuljahr 2020/21 festgelegt. - Foto: © shutterstock
Das oberste Ziel sei es, so viel Präsenzunterricht wie möglich anzubieten, heißt es in dem Dokument des Schulamts, „weil Lernen in Beziehung für den schulischen Lernerfolg unabdingbar ist.“

Um sowohl den Gesundheitsschutz als auch den Bildungsauftrag in Einklang bringen zu können, wurden nun für das Schuljahr 2020/21 mehrere Grundsatzentscheidungen getroffen:

Grund- und Mittelschule

An allen Grund- und Mittelschulen des Landes wird ein täglicher Präsenzunterricht am Vormittag angeboten. Der Rahmen erstreckt sich von 7.30 bis 13 Uhr, wobei kleinere zeitliche Abweichungen an einzelnen Schulstandorten möglich sind.

Diese Zeit am Vormittag ist mit folgenden Elementen gefüllt:

• Unterricht in den einzelnen Fächern
• Gleitender Ein- und Austritt (beim Betreten und Verlassen des Gebäudes)
• Selbstorganisiertes Lernen der Schülerinnen und Schüler, das – angepasst an die Altersstufe – von den Lehrpersonen begleitet und beaufsichtigt wird
• Pausenzeiten

Ergänzend zu diesem Vormittagsangebot gibt es an einem oder 2 Nachmittagen in der Woche zusätzliche Angebote der Schule, die sich vorrangig an jene Familien und Schüler wenden, die Bedarf an einer Begleitung am Nachmittag haben. Diese Angebote werden nicht blockweise und in wechselnden Gruppen organisiert, sondern
ganzjährig in gleichbleibenden Gruppen gestaltet. Der Besuch ist grundsätzlich freiwillig, nach erfolgter Einschreibung aber verpflichtend.


Oberschule (= Oberschulen staatlicher Art, Berufsbildung ausgenommen) und Oberstufe (= Oberschulen staatlicher Art + Berufsbildung)

In der Oberstufe wird es eine Mischung aus Unterricht in Präsenz und aus Fernunterricht geben. Jede Schule definiert auf der Basis ihrer Möglichkeiten selbst den Anteil an Präsenz- und an Fernunterricht für die einzelnen Klassenstufen. So ist zum Beispiel ein Führen der
ersten Klassen in Präsenz wahrscheinlich, während höhere Klassenstufen gegebenenfalls anteilsmäßig mehr Fernunterricht haben.

Auch die Oberschule gestaltet den Ein- und Austritt gleitend und garantiert Phasen selbstverantwortlichen Lernens. Durch eine strukturierte Unterrichtsvorbereitung und das Arbeiten an Lerneinheiten sowie durch definierte Kontaktmöglichkeiten mit den Lehrpersonen werden die Schüler*innen im Fernunterricht in ihrem Lernen begleitet.

Häufig gestellte Fragen:

Was geschieht, wenn eine Schülerin oder ein Schüler Fieber hat?

Sofern die Schülerin oder der Schüler bereits am Morgen eine Körpertemperatur über 37,5 Grad aufweist, muss sie/er zu Hause bleiben und Arzt telefonisch verständigt werden. Treten die Symptome in der Schule auf, wird sie/er von der Gruppe isoliert und die Eltern werden verständigt. Diese informieren dann den Arzt.


Was geschieht, wenn es einen bestätigten Covid-19-Fall gibt?

Schülerinnen und Schüler, die positiv auf Covid-19 getestet werden oder engen Kontakt mit einer positiv getesteten Person hatten, dürfen die Schule nicht besuchen. Der Schulbesuch ist erst nach Beendigung der amtlich verordneten Quarantäne wieder möglich. In der Zeit der Quarantäne werden sie von der Schule in geeigneter Form beim Lernen begleitet.

Stimmt es, dass mein Kind beim kleinsten Anzeichen von Schnupfen zu Hause bleiben muss?

Die Regelung zu den Verdachtsfällen spricht nicht von Schnupfen, sondern von einer Körpertemperatur über 37,5 Grad und von Krankheitssymptomen.


Gibt es an allen Schulen das gleiche Unterrichtsangebot und dieselben Unterrichtszeiten oder gibt es Unterschiede? Bleiben Angebot und Stundenplan das ganze Jahr über unverändert?

Der Rahmen ist für alle Schulen derselbe und wurde mit Rundschreiben veröffentlicht. Bei der Umsetzung gibt es jedoch wie immer von Schule zu Schule Unterschiede. Zudem werden verschiedene Maßnahmen laufend an die epidemiologische Entwicklung und an die Infektionszahlen angepasst. Daher ist ein regelmäßiges Lesen der Homepage oder anderer Schulmedien (Schulpost o. Ä.) zu empfehlen.

Was passiert mit jenen Schülerinnen und Schülern, die im Juni mit negativen Bewertungen in die nächste Klasse versetzt wurden? Müssen diese die Schule bereits ab 1. September besuchen?

Die Schule wird Maßnahmen zum Aufholen dieser Lernrückstände planen. Der Unterricht und die entsprechenden Maßnahmen beginnen ab 7. September und ziehen sich über die ersten Wochen und Monate des Schuljahres. Es gibt kein Enddatum und auch keine formelle Überprüfung zum Aufholen der Lernrückstände. Die entsprechenden Modalitäten legt die jeweilige Schule fest.

Gibt es eine maximale Klassengröße bzw. Vorgaben zur Klassengröße?

Nein, die Schulen müssen lediglich in den Klassen einen stabilen Mindestabstand von einem Meter gewährleisten. Je nach Raumgröße und nach Ausstattung des Raums (u. a. auch mit Einzelbänken) ist die maximale Anzahl der Schüler pro Klassen also unterschiedlich und wird von Fall zu Fall definiert.

Gibt es an der Schule eine Maskenpflicht?

Sofern der stabile Mindestanstand von einem Meter eingehalten werden kann, gibt es keine Maskenpflicht. Die Masken müssen nur in Situationen und bei Handlungen getragen werden, bei denen der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann (z. B. beim gleichzeitigen Betreten und Verlassen des Gebäudes durch mehrere Menschen, beim
Aufenthalt in den Gängen usw.).

Gibt es auch Sport- und Musikunterricht?

Ja, alle Fächer werden angeboten. Fallweise gibt es zusätzliche Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen.

Das vollständige Schreiben ist hier abrufbar.

liz

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