Donnerstag, 03. Juni 2021

Leidenschaft Alpinismus: Filmclub bringt das Alpen Film Festival nach Bozen

Das Alpen Film Festival kommt am kommenden Dienstag, 8. Juni, nach Bozen. Der Filmclub zeigt Filme, bei denen der Alpinismus als Lebenseinstellung im Vordergrund steht.

Der Filmclub zeigt  Filme, bei denen der Alpinismus als Lebenseinstellung im Vordergrund steht.
Badge Local
Der Filmclub zeigt Filme, bei denen der Alpinismus als Lebenseinstellung im Vordergrund steht. - Foto: © Filmclub Bozen
Diese neue Art von Filmtour erzählt von der Leidenschaft und Freundschaft von Bergmenschen, vom Alpinismus als Kulturgut und achtet dabei auf die Kunstfertigkeit der Filme. Die Filme werden vom Alpin-Philosophen Tom Dauer präsentiert.

Veranstaltet wird das Alpen Film Festival von Autoren, Filmemachern und Alpinisten. Kurator Tom Dauer beschreibt sein Programm so:
„Alpinismus ist für mich das Phänomen dem Risiko positive Aspekte abringen zu können. In unserem Programm geht es nicht um sportliche Höchstleistung, sondern um Zusammenhalt und Solidarität. Dies sind auch die Eckpfeiler unseres Festivals.“

Das Programm:


„Lifelines: The Story of two friends“

(von: Frank Kretschmann, Erlangen, mit: Stephan Siegrist und Roger Schäli)

„Die Geschichte einer Freundschaft zwischen großen Egos und steilen Wänden.“ Der Film erzählt die Geschichte 2er Ausnahme-Alpinisten, die eine gemeinsame Vergangenheit verbindet: Roger Schäli und Stephan Siegrist lebten in einer Wohngemeinschaft in Interlaken, als sie ihre ersten großen Abenteuer planten.

Ihre WG war Basislager und Startrampe für 2 große Profikarrieren. Beide wurden erfolgreiche Alpinisten, doch die beiden Freunde entfremdeten sich voneinander. Roger genießt das Leben als endlosen Road-Trip und Stefan lebt als eidgenössische Alpin-Ikone ein geregeltes Leben mit Haus und Familie.

Das Klettern und die Berge verbindet die beiden Schweizer jedoch bis heute. Dieser Film dokumentiert nicht nur eine schwierige Erstbegehung im Berner Oberland, sondern auch die Wiedergeburt einer verloren geglaubten Freundschaft.

“Building Bridges“ & Making Of Building Bridges

(von One Inch Dreams, Rosenheim, mit: Niklas Winter)

„Das Making Of eines Films zu zeigen, ist ein Novum in der Abenteuer-Film-Szene.“ „Building Bridges“ ist eine Analogie auf das komplizierte deutsch-amerikanische Verhältnis.

Hoch über dem Monument Valley, im Heiligen Land der Navajo Indianer, umkreisen sich 2 Heißluftballons. Es scheint, als würden sie miteinander tanzen, verbunden durch ein schmales Band: eine Highline, auf der Niklas Winter balanciert.

Über den Film hinaus zeigt das Alpen Film Festival auch das Making Of von „Building Bridges“. Die Produktion war eine emotionale Achterbahnfahrt, die nur durch das Gefühl von Zusammenhalt und Dank einer gemeinsamen Vision zu einem Kinoerlebnis wurde.

“Ski Vacation“

(von Whiteroom Productions, Innsbruck, mit: Raphael Webhofer)

„Es wird Zeit, die Ski-Szene aufs Korn zu nehmen!“ Ein brasilianisches Pärchen verschlägt es auf ihrem Ski-Roadtrip nach Obergurgl.

Dort wird ihnen mit großer Skepsis, aber auch herben Charme begegnet. Zwischen der Brasilianerin und ihrem Skilehrer entwickelt sich eine gewisse Nahbeziehung. Für ihren etwas tollpatschigen Freund gestaltet sich die Lage hingegen deutlich schwieriger. Die Platzhirsche der örtlichen Ski-Szene lassen ihn ordentlich auflaufen und treiben ihre Späße mit ihm. Jedoch hat keiner damit gerechnet, dass der Brasilianer sich als großartiger Skifahrer entpuppt und so nimmt die Geschichte eine überraschende Wendung.

„Das Skibusiness ist viel zu ernst geworden. Mit unserem neuesten Film wollten wir zeigen, dass es auch anders geht“, sagt Regisseur Johannes Hoffmann.

„In Between“


(von Rolf Steinmann, Fischbachau, mit: Moschusochsen)

„8 Minuten Ruhe und Kraft.“ Moschusochsen. Bei Temperaturen von minus 40 Grad Celsius filmte Steinmann die Tiere in ihrer gnadenlos rauen, unendlich weiten Welt der Arktis. Den genauen Drehort will der Filmemacher nicht verraten, um die urzeitlichen Tiere zu schützen. Steinmann ist in Oberbayern zu Hause, aber weltweit tätig. Für seinen Film, den er selbst finanziert hat, erhielt er den Oscar unter den „Wildlife“-Filmen.

„Herrmann Huber“


(von: Tom Dauer, mit: Herrmann Huber)

„Hermann Huber ist eine lebende Legende.“ 90 Jahre pralles, manchmal hartes, oft abenteuerliches, aber immer erfülltes Leben:

Mit einem filmischen Porträt verneigt sich Autor und Filmemacher Tom Dauer vor einem Mann, der sein Leben den Bergen gewidmet und dabei nie vergessen hat, dass das Bergleben erst vollständig ist, wenn Familie, Freundschaft, Beruf, Weltoffenheit und Menschenliebe ihren Platz darin finden.

Hermann Huber beginnt als 15-Jähriger in der Salewa Lederwarenfabrik GmbH zu arbeiten. Er baut die Sparte Bergsport kontinuierlich aus. 1972 wird er Geschäftsführer und als Mr. Salewa international bekannt. Neben seinen beruflichen Erfolgen reiht Hermann klettersportliche Erfolge weltweit aneinander. Das besondere aber ist: Auch im hohen Alter hat sich Hermann Huber seine Begeisterung, seine Neugier und seinen Tatendrang bewahrt.

Infos zur Veranstaltung

Der Veranstaltungsort: Filmclub Bozen

Termin: Dienstag, 08. Juni 2021 um 20.00 Uhr

Ticketpreise: 12 Euro, ermäßigt 10 Euro

stol

Alle Meldungen zu: