Montag, 10. Mai 2021

„Trento Film Festival“: Preis für Südtiroler Regisseur

„Die letzten Österreicher“, ein Film des Südtiroler Regisseur Lukas Pitscheider, hat beim 69. „Trento Film Festival“ den „Silbernen Enzian“ für den besten technischen und künstlerischen Beitrag erhalten.

Lukas Pitscheider hat für seinen Dokumentarfilm „Die letzten Österreicher“, den „Silbernen Enzian“ beim „Trento Film Festival“ erhalten.
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Lukas Pitscheider hat für seinen Dokumentarfilm „Die letzten Österreicher“, den „Silbernen Enzian“ beim „Trento Film Festival“ erhalten.
Der österreichisch-ukrainische Koproduktionsfilm ist ein Dokumentarfilm, der sich mit den letzten Mitgliedern einer in Österreich geborenen, deutschsprachigen Gemeinde in den Bergen der Ukraine beschäftigt.

„Wie viele Menschen braucht es, um eine Gemeinschaft, eine Heimat zu werden? Was ist es, das das Gefühl nationaler Identität schafft: das Fortbestehen von Traditionen, die Sprache, die gemeinsame Nostalgie? Der Film von Lukas Pitscheider, der uns in österreichische Holzhütten mitten in den ukrainischen Karpaten begleitet, befragt uns zu Globalisierung, Immigration, Identität“, heißt es in der Begründung der Jury.

Auch heute noch ist die Bevölkerung in Königsfeld, einem Dorf österreichischer Herkunft inmitten der ukrainischen Karpaten, im Wesentlichen zweigeteilt: Diejenigen, die gehen, kehren nach Österreich zurück oder wandern in die Vereinigten Staaten aus, und diejenigen, die bleiben, hoffen auf die Zukunft.

Pitscheiders Dokumentarfilm ist Gelegenheit, über die legitimen Gründe nachzudenken, die Menschen dazu bringen, wegzugehen und ihr Glück anderswo zu suchen, und darüber, wie dramatisch diese Entscheidungen sind, besonders wenn die Protagonisten ältere Menschen sind, die ein Leben lang an diesen Orten verwurzelt sind.

wib