Sonntag, 28. März 2021

Projekt „In memoriam Valentina Pedicini“

Ende 2020 ist die mit Südtirol eng verbundene Regisseurin Valentina Pedicini nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 42 Jahren gestorben. Die Kooperation für Filmkultur „non molliamo - weiter geht's“ zwischen Filmclub, ZeLIG und BFFB bietet erstmals einen Einblick in das Gesamtwerk der Regisseurin.

Die Regisseurin Valentina Pedicini war eng mi
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Die Regisseurin Valentina Pedicini war eng mi - Foto: © ZeLIG
Das von Renate Mumelter gemeinsam mit Filmclub, ZeLIG und BFFB initiierte und begleitete Projekt bringt Valentina Pedicini dorthin zurück, wo ihre Filmlaufbahn begann – nach Südtirol. Die Retrospektive beginnt am 8. April und läuft in 3 online-Paketen bis zum 18. April. Im Angebot sind 7 Filme, 6 Gespräche, 1 Masterclass.

Ihr Interesse zum Film brachte sie nach Bozen

Am 20. November 2020 ist Valentina Pedicini im Alter von 42 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben. Aufgewachsen war sie in Brindisi. Bald schon ging sie nach Rom; Brindisi war ihr zu eng geworden. In Rom studierte sie italienische Linguistik. Ihr Interesse für den Film brachte sie schließlich nach Bozen.

In Bozen bewarb sie sich an der Schule für Dokumentarfilm ZeLIG, wo sie von 2007 bis 2010 studierte. Was sie besonders interessierte, war die Ausrichtung der Schule. Auch der europäische Geist und das Zusammenleben verschiedener Sprachen hatten ihr Interesse für Bozen geweckt.

Sie betrachtete sich immer als Regisseurin aus Süditalien. Bozen blieb für sie aber genauso wichtiger Bezugspunkt wie Brindisi.

Abschluss mit Auszeichnung

Der Filmschule ZeLIG war Valentina Pedicini auch nach dem Diplom eng verbunden, Südtirol genauso. Immer wieder arbeitete sie mit ehemaligen Studienkollegen, aber auch mit anderen ZeLIG-Absolventen zusammen. Einige von ihnen kommen in den geplanten online-Talks zu Wort.

Die Leiterin der Filmschule ZeLIG Heidi Gronauer und die Mitarbeiter der Filmschule begleiteten den beruflichen Werdegang von Valentina Pedicini auch nachdem sie ZeLIG mit Auszeichnung abgeschlossen hatte.

Dokumentarfilme waren ihre Leidenschaft

Pedicini war eine Regisseurin, die vor allem Dokumentarfilme drehte, durch eine eigene Bildsprache bestach, sich Themen widmete, die nicht Mainstream sind, und trotzdem große Anerkennung bekam. Ihr letzter Film „Faith“ steht dieses Jahr gemeinsam mit Werken wie Gianfranco Rosis „Notturno“ in der engeren Auswahl für den „David di Donatello“ im Bereich Dokumentarfilme.

Pedicini drehte ihren ersten Film 2008 in Südtirol an der ZeLIG. „Pater Noster“ nannte sie den Übungsfilm über eine Kung-Fu-Schülerin und ihren Meister. Pedicinis letzter Film „Faith“ (2019) greift das Thema und die Protagonisten wieder auf.

stol