<b>Von Armin Mair</b><BR /><BR />Merkur und Venus, die beiden inneren Planeten, stehen zu nahe an der Sonne und bleiben in diesem April unsichtbar. Mars und Saturn beginnen deren Aufstieg zum Abendhimmel im Augenblick noch am morgendlichen Firmament. <BR /><BR />Was den Fixsternhimmel betrifft, sitzen die Wintersternbilder noch fest im Sattel. Sie stellen in der Abenddämmerung trotz zunehmender Helligkeit die ersten Bezugspunkte am Himmel. Durch das Vorrücken der Sonne in nördlichere Gefilde und die Sommerzeit bleibt es nun länger Tag. Am Monatsletzen geht die Sonne knapp vor 6.00 Uhr MESZ über dem Horizont auf und bleibt in der Ebene bis 20.38 MESZ sichtbar. <h3> Die Planeten</h3> Merkur und Venus sind in diesem Monat zu nahe an der Sonne, sodass sie sich nicht von deren Leuchtkraft lösen können. Demnach bleiben sie aus der Sicht der Erde nicht beobachtbar. Das gelingt dagegen den beiden äußeren Planeten Mars und Saturn. Diese befinden sich im Sternbild Wassermann, durch das die Sonne gerade eben (Februar) gezogen ist. <BR /><BR />Die Sommerzeit bedingt aber auch, dass der Wassermann nun kurz vor Sonnenaufgang am Morgenhimmel erscheint. Deshalb sind Mars und Saturn nur kurz zu sehen, bevor beide vom Tageslicht aufgesaugt werden. Nur Jupiter hält noch durch, bevor er im kommenden Mai an den Tageshimmel wechselt. Er fällt in der Dämmerung am Westhimmel als erster Stern auf, bevor er gegen 22 Uhr MESZ untergeht. <BR /><h3> Die Fixsterne</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="1015584_image" /></div> <BR /><BR />Die Sommerzeit verschiebt nun die Dämmerung weiter nach hinten. Allerdings bietet der April noch vernünftige Uhrzeiten an, um am Abend den Himmel noch bei Dunkelheit zu sehen. <BR /><BR />Sobald die Dämmerung gegen 21 Uhr MESZ zu Ende ist, sind noch die letzten Sternbilder des Winters am westlichen Abendhimmel zu sehen (<b>im Bild oben</b>): Der auffällige Orion, der dem Sternbild Stier mit dem Roten Riesen Aldebaran folgt und das Sternbild Großer Hund mit dem hellen Sirius nach sich zieht. Die drei Gürtelsterne des Orions zeigen die Richtung auf: Nach links unten geht es zu Sirius, nach rechts oben zu Aldebaran. <BR /><BR />Hoch über uns, im Zenit, steht im Augenblick das wohl bekannteste Sternbild, der Große Wagen. Von dieser auffälligen Sternformation ausgehend kann der Himmel - zumindest in Grenzen - aufgerollt werden. Verlängert man die Strecke zwischen den hinteren beiden Sternen des Wagenkastens um fünf Einheiten in Richtung Norden, erreicht man einen nicht besonders hellen, aber trotzdem wichtigen Stern, den Polarstern. <BR /><BR />Dieser Stern steht so ziemlich exakt in der Verlängerung der Achse, um die sich die Erde dreht. Deshalb steht der Polarstern immer auf derselben Stelle am Himmel. Alle anderen Himmelskörper scheinen um ihn zu kreisen. Verlängert man die Deichselsterne des Großen Wagens in der vorgegebenen Krümmung gelangt man zu einem hellen, rötlich leuchtenden Stern, der derzeit abends recht tief im Osten steht. Es handelt sich dabei um Arkturus, den Hauptstern des Sternbildes Bootes. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1015587_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><BR /><BR />Sobald dieser Stern im Frühjahr aufgeht, wissen die Sternfreunde, dass der Sommer nicht mehr weit ist. Arkturus wird uns bis in den Herbst hinein begleiten. Bootes ist ein Sternzeichen in Form eines Papierdrachens, wie diese von Kindern in den Wind gehängt werden. Derzeit liegt das Sternbild nach links geneigt am Himmel, stellt sich aber im Laufe der Nacht auf. <BR /><BR />Bei einer weiteren Verlängerung der Deichselsterne erreicht man zu vorgerückter Stunde einen hellen Stern im Osten, Spica, ihrerseits der Hauptstern des Sternbildes Jungfrau. Etwas rechts nördlich davon leuchtet Saturn, der auffällt, da andere Sterne in diesem Tierkreiszeichen kaum auszumachen sind. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1015590_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Ein Sternzeichen ist derzeit allerdings noch in Hochform: der Löwe. Wohl kaum ein anderes Sternbild drückt das dargestellte Objekt besser aus als diese Formation. Zwei unterschiedlich große Trapeze stehen für Körper und Kopf des Königs der Tiere. Ganz vorne leuchtet mit Regulus einer der hellsten Sterne am nördlichen Firmament. Er ist mit 77 Lichtjahren Entfernung einer der unmittelbaren Nachbarn unserer Sonne und liegt fast genau auf der Ekliptikebene, jener gedachten Scheibe, auf der alle Planeten und die Sonne, um die Erde zu ziehen scheinen. <BR /><BR /><BR />