Die „graue Eminenz“ unter den Gemüsesorten steht häufig zu Unrecht im Verdacht, dick zu machen. „Höchste Zeit also für ein paar Kartoffelfakten“, erklärt Dr. Christian Thuile, „denn diese Knolle hatte schon Superfood-Status, lange bevor Chiasamen, Gojibeeren & Co. in Mode gekommen sind.“ <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="681839_image" /></div> <BR /><BR />Wie Dr. Thuile erklärt, bestehen Kartoffeln zu 80 Prozent aus Wasser. „Sie liefern uns eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen. Fett enthalten sie hingegen so gut wie gar nicht, auch wenn oft etwas anderes behauptet wird. De facto sind Kartoffeln praktisch kalorienfrei. Etwas Stärke bringen sie schon mit, was wir aber für die Energiegewinnung brauchen.“ <BR /><BR />Kohlenhydrate gelten allgemein als „ungesunde Dickmacher“, was der bekannte Arzt nicht ganz gelten lässt: „In der Ernährung wird auch ein gewisser Anteil von Kohlenhydraten benötigt.“ Nur ein Zuviel davon führe oft zu Problemen, „aber 100 Gramm Kartoffeln bringen es gerade mal auf 68 kcal, im Vergleich dazu schlägt die gleiche Menge Reis mit 350 Kcal zu Buche, Nudeln sogar mit 360 kcal. Und Kartoffeln machen zudem gut und lange satt, sind für eine Diät also sogar zu empfehlen.“<BR /><BR /><b>Enthalten viel Vitamin C</b><BR /><BR />Für viele überraschend ist laut Dr. Thuile auch der hohe Gehalt an Vitamin C in Kartoffeln. „Sie überholen dabei sogar deutlich die gesunden Äpfel. Und das Beste daran: Vitamin C in Kartoffeln ist auch noch hitzebeständig, geht also beim Kochen nicht verloren. Wichtig ist dabei nur, dass man die Kartoffeln nicht zerkocht, sodass sie zerfallen, denn dadurch gehen viele gesunde Nährstoffe ans Kochwasser verloren“, so der Experte. <BR /><BR /><b>Liefern sogar Glückshormone</b><BR /><BR />Thuile betont außerdem eine Parallele zwischen Kartoffeln und mancher „süßen Versuchung“: „Schokolade und Bananen machen bekanntermaßen glücklich. Denn nach dem Verzehr steigt der Serotoningehalt im Körper, es werden mehr so genannte Glückshormone produziert. Und jetzt kommt der Hammer: Mit Kartoffeln gelingt das sogar noch besser!“ Und was fast zu schön klinge, um wahr zu sein: „Kartoffeln helfen dabei, uns – im Rahmen der Möglichkeiten – jung zu halten. Diese extrem wertvolle Knolle ist nämlich auch reich an Antioxidantien, also wertvollen Pflanzeninhaltstoffen, die vor freien Radikalen schützen, die bei einem Angriff von Viren und Bakterien entstehen oder beispielsweise auch, wenn wir uns zu lange an der Sonne aufhalten.“<BR /><BR />Und ein abschließender Tipp von Dr. Thuile: Kartoffeln seien auch für Sportler zu empfehlen, „weil sie ihre Energie über einen längeren Zeitraum abgeben und damit länger fit halten.“