Freitag, 07. August 2020

Mölten: Große Mengen eines tödlich giftigen Pilzes gesichtet

Nach den jüngsten ausgiebigen Regenfällen und dem nächtlichen Temperaturabfall sprießt der potentiell tödlich giftige Spitzgebuckelte Rauhkopf in großen Mengen aus dem Boden der feuchten Fichtenwälder Südtirols.

In Mölten wurden große Mengen des  potentiell tödlich giftige Spitzgebuckelter Rauhkopf  gesichtet.
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In Mölten wurden große Mengen des potentiell tödlich giftige Spitzgebuckelter Rauhkopf gesichtet. - Foto: © Karl Kob
Wie in den vergangenen Jahren hat Arzt und Pilzexperte Karl Kob auch in diesem Jahr mehrere Exemplare des giftigen Pilzes Spitzgebuckelter Rauhkopf gefunden. In den Fichtenwäldern von Mölten entdeckte der Experte große Mengen des potentiell tödlichen Pilzes. Einige davon wurdem von Pilzsammlern aus dem Boden „gerissen“, aber dann im Zweifel glücklicherweise zurückgelassen.

Spitzgebuckelter Rauhkopf verursacht irreversible Schäden

Der Spitzgebuckelte Rauhkopf ist ein ocker- bis orangefarbener, rötlichbrauner Lamellenpilz, der auf dem Hut einen spitzen Buckel trägt und rettichartig riecht.

Der Pilz enthält ein starkes Nierengift, das sehr hitzebeständig ist. Wenn der Pilz als Folge einer Verwechslung mit essbaren Arten gegessen wird, verursacht er schwere und irreversible Schäden an den Nieren, bis zu deren vollständiger Zerstörung. Im letztgenannten Fall kann nur die Dialyse und die anschließende Nierentransplantation das Leben des Vergifteten retten.

Verwechslungsgefahr ist groß

Von nicht fachkundigen Pilzsammlern kann der Spitzgebuckelte Rauhkopf mit zahlreichen Speisepilz-Arten verwechselt werden, insbesondere mit dem Filzigen Gelbfuß (Chroogomphus helveticus) und dem Kupferroten Gelbfuß (Chroogomphus rutilus), aber auch mit Hallimarsch-Arten und anderen orange bis bräunlich-rötlich gefärbten Pilzen.

STOL-Reporter Ivo Zorzi hat mit dem Arzt und Pilzexperten Karl Kob über die aktuelle Pilzsaison, und über die giftigen Doppelgänger der bekannten Speisepilze gesprochen.

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stol

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