Michela Morelli aus Girlan, Fitness-Trainerin, Ernährungsfachfrau und erfolgreichste Südtiroler Teilnehmerin an MasterChef Italien, hat zahlreiche Pläne für die Zukunft. <BR /><BR /><b>Für die TV-Zuschauer endete MasterChef Italien am vergangenen Donnerstag. Für Sie schon vor Wochen (es handelte sich um Aufzeichnungen, Anm. d. Red.). Eine turbulente Zeit? <BR /></b>Michela Morelli: Das Erlebnis MasterChef Italien hat mein Leben sehr bereichert. Jetzt will ich durchstarten. Mein Leben wird weiterhin der Küche gewidmet sein. Morgen (heute, Anm. d. Red.) habe ich ein wichtiges Vorstellungsgespräch für einen Teilzeit-Job in einem renommierten Restaurant. Dort möchte ich entsprechende Koch-Erfahrung sammeln, mehr über den Einsatz von Kräutern lernen, aber auch meine eigenen Ideen auf die Teller bringen. Zudem hoffe ich, wichtige institutionelle Partner zu finden, um meiner Kreativität freien Lauf lassen zu können. Seit der Ausstrahlung von MasterChef habe ich außerdem viele Zuschriften von Frauen bekommen, die mein Fitness-Konzept teilen. So biete ich aktuell zum Beispiel gerade einen kostenlosen Kurs an, um die Batterien aufzuladen. Fitness und Ernährung müssen Hand in Hand gehen, sich gegenseitig ergänzen, die persönliche Achtsamkeit fördern. So lautet mein Konzept, und damit hebe ich mich vom Rest der Fitness-Szene ab. Individualität, Beharrlichkeit und Durchsetzungskraft haben mich auch bei MasterChef vorangebracht.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1002818_image" /></div> <BR /><BR /><b>Sie haben sich in der Sendung als „Jüngerin“ von Norbert Niederkofler entpuppt.</b><BR />Morelli: Mein Menü im Finale inspirierte sich an seiner Küchenphilosophie. Ich begeistere mich für sein Nachhaltigkeitskonzept, für seine rigorose Regionalität – er verwendet beispielsweise in seiner Küche kein Olivenöl, sondern Traubenkernöl –, für seinen Ansatz, wie man Kräuter einsetzt. Wie er züchte auch ich meine Küchenkräuter selbst oder sammle sie in der Natur. Dennoch ist Niederkofler Neuem und Innovativem gegenüber aufgeschlossen. Die Vinaigrette meiner Final-Vorspeise war an seine Kochkunst angelehnt. Zudem glaube ich, dass er eine starke und geradlinige Persönlichkeit besitzt und die Natur Südtirol sehr schätzt. Ebenso wie ich. Das gefällt mir.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1002821_image" /></div> <BR /><BR /><b>Dennoch, Sie sind im Finale gescheitert.</b><BR />Morelli: Ja, an der Vorspeise (die Jury wertete den Saibling vom Gardasee als „unbedeutend“, Anm. d. Red.). Vielleicht war ich aber auch im Verlauf der gesamten Staffel zu wenig konstant, vermutlich hatte ich zu viele Höhen und Tiefen.<BR /><BR /><BR /><b>MasterChef Italien ist Geschichte. Wie geht es nun weiter?</b><BR />Morelli: Ich führe weiterhin meinen Fitness- und Ernährungsblog „Vivo coloratamente“, den nun zahlreiche Frauen verfolgen. Auch meine Fitness-Einheiten werden von vielen Menschen verfolgt. Vielleicht biete ich individuelle Videokurse an…<BR /><BR /><BR /><b>Und Norbert Niederkofler? Kam sein Anruf schon?</b><BR />Morelli: Er hat mir heute (gestern, Anm. d. Red.) auf Instagram geschrieben. Dass ich mich bei meinem Final-Menü von ihm inspirieren ließ, hat ihn sehr gefreut; er fühlte sich geehrt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1002824_image" /></div> <BR /><BR /><b>Hat MasterChef Italien Ihr Leben verändert?</b><BR />Morelli: Ich habe mich bei MasterChef angemeldet, um meine Grenzen auszuloten. Ich wollte neue Herausforderungen und neue Impulse erhalten. Doch MasterChef hat mein Gehirn „verwüstet“ (lacht). Ich bin ein Mensch, der sehr viel über sich selbst nachdenkt. Der hinterfragt, was schiefgelaufen ist, welche Erfahrung hinter mir liegt, was die Zukunft bringt… Ich muss aus allem Erlebten Erkenntnis gewinnen. Zurzeit benötige ich Stille, auch um mich auf meine künftigen Projekte zu konzentrieren.<BR /><BR />Das Sky Original MasterChef Italien ist eine Produktion von Endemol Shine Italy und steht on demand zur Verfügung.<BR />