Françoise Bettencourt-Meyers wurde in die Welt der Schönen und Reichen hineingeboren. Und ganz genau daher rührt auch ihr Imperium: Sie macht die Reichen schön. Die reichste Frau der Welt ist nämlich Erbin des französischen Luxuskosmetikriesen „L*Oreal“.<h3> Schwergewicht „L'Oreal“</h3> Mit einem Börsenwert von 243 Milliarden Euro können sogar Marken wie Coca-Cola nicht mehr mithalten. Alleine innerhalb 2022 stiegen laut der Tageszeitung „Der Standard“ die Gewinne des Kosmetikriesen um ein Viertel auf knapp 6 Milliarden Euro an. Der Aktienkurs des Luxuskonzerns stieg im Vorjahr um gut 35 Prozent.<BR /><BR />Die 70-jährige Françoise Bettencourt-Meyers ist Erbin dieses Schwergewichts. Sie ist Vizechefin des Verwaltungsrats des Konzerns und mit 33 Prozent hält sie die größten Anteile als Einzelaktionärin.<h3> Die Firmengeschichte</h3>Eugène Schueller war ihr Großvater und Gründer von „L'Oreal“. 1909 entwickelte der Chemiker in einem Pariser Hinterhof eine revolutionäre und bis dahin unbekannte Formel für Haarfärbemittel. Anders als bei den damals üblichen Haarfärbeformeln war die von Schueller patentierte Formel absolut sicher. In der 70ern, mit der Einführung von Heimcolorations-Produkten, entsteht schließlich der weltbekannte Slogan „Weil ich es mir wert bin.“<BR /><BR />Richtig viel Wert wurde die Familie durch Bettencourt-Meyers Mutter, Liliane Bettencourt. Sie schuf aus „L'Oreal“ ein globales Imperium der Schönheit - Von Garnier und Ralph Lauren über Maison Margiela bis zu Maybelline Jade, Giorgio Armani und Vichy,<h3> Wenig Wirbel um die reichste Frau der Welt</h3>So pompös die Familiengeschichte auch klingen mag, ins Rampenlicht zog es Bettencourt-Meyers nie. Die zweifache Mutter interessiert sich eher für die Bibel und griechische Mythologie als für Jetset. Sie verfasst sogar selbst Bücher darüber. Über Stiftungen fördert die belesene 70-Jährige zudem Kunst und Wissenschaft.<h3> Aber nicht ganz ohne Wirbel </h3>Erste Auseinandersetzungen in der Familie brachte die Ehe mit Jean-Pierre Meyers, Geschäftsmann und Sohn eines im KZ Auschwitz ermordeten Rabbiners. Gemeinsam durchforstete das Ehepaar die dunklen Kapitel der Firmengeschichte und machten schließlich die Nähe des Gründers zum Nationalsozialismus publik. Die streng katholisch erzogene Milliarden-Erbin konvertierte zum Judentum.<BR /><BR /> Später sorgten Konflikte mit der Mutter, die im Zuge dessen mit Demenz diagnostiziert wurde, für heftige Kontroversen innerhalb der milliardenschweren Familie: Die Mutter verlor durch Aktionen wie - 1 Milliarde Euro als Geschenk für einen Jetset-Fotografen, den sie adoptieren und zum Alleinerben machen wollte- zusehens die Kontrolle über das Vermögen. <BR /><BR />Also schaltete die Tochter die Staatsanwaltschaft ein. Der Streit gipfelte schließlich in eine Staatsaffäre, als der Butler heimlich aufgenommene Gespräche der Mutter zu Tage legte. Diese offenbarten einen angeblichen Steuer- und Wahlbetrug. Man könnte also meinen, es wäre doch nicht immer alles so schön im Leben der Reichen und Mächtigen.<BR />