Weltweit drückt der Lockdown die Geburtenzahlen: Und in Südtirol?<BR /><BR /><BR /><i>Von Christoph Höllrigl und Lukas Benedikter</i><BR /><BR />Die neuesten Monatszahlen des Landesinstitutes für Statistik (ASTAT) erlauben erste Aussagen darüber, wie sich der erste Corona-Lockdown im Frühjahr 2020 auf die Geburtenstatistik ausgewirkt hat. Im Dezember 2020 wurden nämlich jene Kinder geboren, die 9 Monate vorher – also im oder kurz vor dem ersten Lockdown im März – gezeugt worden waren. <BR /><BR /><BR /><b>Sicher ist: Es gibt keinen Knick nach unten</b><BR /><BR />Und hier zeigt sich: Während in Südtirol im Dezember 2018 insgesamt 368 Kinder und im Dezember des Jahres 2019 genau 402 Kinder auf die Welt kamen, waren es im Dezember 2020 sogar 436 Kinder. Das ist eine durchaus stolze Zahl. Mehr Geburten im Dezember waren in den Jahren zuvor nämlich nur 2015 verzeichnet worden – mit insgesamt 439. <BR /><BR />Was man zu diesen Zahlen des Jahres 2020 aber wissen muss: Es handelt sich um provisorische Zahlen. Die definitiven können durchaus noch abweichen (so geschehen im Jahr 2019). Aber selbst wenn die Zahlen noch nach unten korrigiert werden würden, lässt sich festhalten: Mit den 436 Geburten im Dezember 2020 hat es in Südtirol keinen Corona-Knick nach unten gegeben, wie etwa italienweit.<BR /><BR /><b>Drastischer Rückgang</b><BR /><BR />Denn: In Italien wurden im Dezember 2020 um 21,6 Prozent weniger Geburten vermeldet als im Dezember des vorhergehenden Jahres. International waren die Rückgänge teils noch drastischer. Während anderswo also offenbar Zukunftssorgen im Zusammenhang mit dem Coronavirus die Familienplanung negativ beeinflusst haben, ließen sich die Südtiroler in dieser Hinsicht offenbar nicht von der Pandemie beirren. <BR /><BR />Nun bleibt abzuwarten, ob die Geburtenzahlen vom Jänner 2021 diesen Trend weiter bekräftigen werden. <BR />