Freitag, 05. Juni 2020

Der Einfühlsame

Er macht Musik nicht der Klicks wegen. Musik ist Aaron Kerschbaumers Art, Geschichten zur erzählen. Bei seinem aktuellen Song „Schiffe versenken“ versetzt sich der Eisacktaler Singer-Songwriter in die Lage eines Flüchtlings, der Europa auf der Mittelmeerroute erreichen möchte.

Aaron Kerschbaumer.
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Aaron Kerschbaumer.
Kerschbaumer ist Mitte 20 und seit einigen Jahren als Musiker unterwegs. Das Besondere an seinen Songs sind Form und Inhalt seiner Texte.

Er verarbeitet ergreifende Erlebnisse, von sich und anderen, zu Songs – und zwar in einer sehr bildhaften und ehrlichen Sprache.

„Für mich zählt, dass ich mir selbst treu bleibe, dass ich authentisch bin. Ich mache mich nicht abhängig von dem Gedanken, dass ich möglichst viel Aufmerksamkeit erreichen muss. Obwohl die Versuchung durch YouTube und Co. heute sehr groß ist.“

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Üblicherweise geht es in seinen Liedern um Autobiographisches, in „Schiffe versenken“, seiner 4. Single, erzählt er vom Leben eines Flüchtlings. Entstanden ist sie in der Zeit der Quarantäne: „Wir alle haben uns in Phase 1 unserer Freiheit beraubt gefühlt, weil wir für uns selbstverständliche Dinge plötzlich nicht mehr machen durften, zum Beispiel Freunde oder Familie treffen. Wir haben das als radikalen Einschnitt erlebt. Ausgehend davon, habe ich mir die Frage gestellt, wie es wohl einem Flüchtling gehen muss, der seine Heimat und alles, was ihm wichtig ist, auf unbestimmte Zeit zurücklassen muss, weil er sich in einer ausweglosen Situation befindet oder gar verfolgt wird“, sagt er.

Bei „Schiffe versenken“ hat Kerschbaumer erstmals alle Instrumente selbst eingespielt und auch das Video hat er in Eigenregie verwirklicht. „Das war eine völlig neue Erfahrung für mich, die mir aber großen Spaß gemacht hat.“

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Ein ganzseitiges Interview mit Aaron Kerschbaumer gibt's im aktuellen „Dolomiten“-Magazin am heutigen Freitag und die aktuelle Single und das Radio-Interview auf „Südtirol 1“ ab 16 Uhr (Wiederholungen am Samstag ab 19 Uhr und am Sonntag ab 17 Uhr)!

d